Deutsche Telekom: Ob das gutgeht?

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom

Die Aktie der Deutsche Telekom (WKN 555750) zeigt sich am Donnerstag nach der Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse kaum bewegt. Kein Wunder: Während der DAX-Konzern nach Jahren des Stillstands so etwas wie Euphorie entfachen konnte und vor allem mit dem Wachstum in den USA überzeugt, gehen die hohen Investitionen in Netze und das Marketing auch ganz schön ins Geld.

Viele der Entwicklungen waren nicht neu und konnten bereits in den vergangenen Quartalen beobachtet werden. Allerdings durften Investoren nun etwas erleben, was zuletzt nicht alle Tage vorkam. Immerhin wurde der Betriebsgewinn im Europa-Geschäft im dritten Quartal erstmals seit mehr als zwei Jahren gesteigert. Das bereinigte EBITDA stieg unter anderem dank Einsparungen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro. An anderer Stelle ging man jedoch wesentlich lockerer mit dem Geldbeutel um, so dass das bereinigte EBITDA konzernweit um 1,8 Prozent auf 4,58 Mrd. Euro zurückging. Der Nettogewinn fiel wegen eines positiven Sondereffekts im Vorjahr sogar um 13,9 Prozent auf 506 Mio. Euro.

Allerdings verpufften die Investitionen nicht einfach. Während die Telekom eine sehr gute Performance im deutschen Mobilfunkgeschäft verbuchen konnte, schaffte es T-Mobile US (WKN A1T7LU) erneut Rekord-Kundenzuwächse an den Tag zu legen. Für den Konzern ergab sich hieraus ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro. Dabei stammten erstmals in der Geschichte der Deutschen Telekom mehr als 60 Prozent der Umsätze aus dem Ausland.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Gleichzeitig bringt der Erfolg von T-Mobile die Bonner in die Zwickmühle. Nachdem man zuletzt das Angebot des französischen Internet- und Telefonkonzerns Iliad ausgeschlagen hatte und Sprint (WKN A1W1XE) schon zuvor als Interessent abgesprungen war, müssen die Investitionen in den USA auch wegen der wachsenden Bedeutung von T-Mobile US für den Gesamtkonzern Früchte tragen. Andernfalls müsste man dem Iliad-Angebot sogar nachtrauern. Erfreulich stimmt jedoch der Umstand, dass die Nummer vier am US-Mobilfunkmarkt zuletzt ihre Prognose für den Nutzerstrom anheben konnte und sich anschickt auf den dritten Platz vorzurücken. Wer gehebelt auf steigende Kurse der T-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DZK7R5 ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom


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