adidas-Aktie: Jetzt aber!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Nach all den Negativschlagzeilen muss man sich im Fall von adidas (WKN A1EWWW) schon mit Kleinigkeiten zufriedengeben. Daher feiern Investoren am Donnerstag den Umstand, dass der Gewinn von Europas größtem Sportartikelhersteller im dritten Quartal nicht ganz so stark eingebrochen ist wie befürchtet.

Auch wenn es beim Konzerngewinn im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 282 Mio. Euro nach unten ging, hätte es laut Konsensschätzungen auch schlimmer kommen können. Im Gegensatz dazu konnten die Umsatzerlöse im September-Quartal um 6 Prozent auf 4,1 Mrd. gesteigert werden. Hierzu hatten insbesondere Erfolge in Europa und China sowie bei der Marke adidas beigeragen. Allerdings belastete die anhaltende Schwäche bei der Golfmarke TaylorMade weiterhin das US-Geschäft. Hinzu kamen die Auswirkungen der Ukraine-Krise auf das wichtige Russland-Geschäft.

Zwar konnte adidas die gesenkten Jahresziele bestätigen, allerdings musste man bei der erwarteten Bruttomarge etwas kleinere Brötchen backen. Statt 48,5 bis 49,0 Prozent sollen es nun 48,0 bis 48,5 Prozent werden. Immerhin stellte Konzernchef Herbert Hainer schon für das kommende Jahr wieder ein Ergebniswachstum in Aussicht. Während sich Anleger heute über diese Ankündigung freuten, bleibe man auf Analystenseite auf dem Teppich. Bei den Analysten der Deutschen Bank hieß es, dass die pessimistischeren Aussichten für die diesjährige Bruttomarge und der wenig konkrete Ausblick für kein Grund zum Jubeln seien. Auch bei der Commerzbank wurde auf den vagen Ausblick für 2015 verwiesen, während die Analysten der DZ Bank wenigstens die Fortschritte beim Abbau der Lagerbestände positiv herausstellten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Dabei hat sich die adidas-Aktie in diesem Jahr deutlich verbilligt, so dass der Wert als interessanter Turnaround-Kandidat gelten sollte. Neben einer möglichen Trendwende im operativen Geschäft winken immerhin die Rekordumsätze im Fußball-Geschäft und das nun aufgelegte Aktienrückkaufprogramm. Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse der adidas-Aktie setzen möchten, könnten das Produkt mit der WKN HY42Q7 interessant finden.

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1 KOMMENTAR

  1. […] Es war die Woche von Mario Draghi. Nachdem zunächst Gerüchte über Uneinigkeit oder gar Widerstand innerhalb der Europäischen Zentralbank gegen ihren Präsidenten und dessen Geldpolitik kursierten, konnten am Donnerstag entsprechende Unsicherheiten mit einem Mal beseitigt werden. An der Zinsfront bleibt alles beim Alten. In Sachen Geldpolitik kündigte Draghi jedoch eine Ausweitung der Notenbankbilanz an. Zudem ist man im neuen Frankfurter EZB-Gebäude gewillt, auch unkonventionelle Maßnahmen anzuwenden. Viel wichtiger jedoch: Innerhalb der EZB herrscht Einigkeit. Einigkeit herrschte in dieser Woche offenbar auch bei den Anlegern hinsichtlich adidas (WKN A1EWWW). Der zuletzt arg gebeutelte Sportartikelhersteller konnte nach all den Negativschlagzeilen der letzten Monate wieder mit positiven Nachrichten auftrumpfen. So ist der Gewinn von Europas größtem Sportartikelhersteller im dritten Quartal nicht ganz so stark eingebrochen wie befürchtet. Zudem stellte Konzernchef Herbert Hainer schon für das kommende Jahr wieder ein Ergebniswachstum in Aussicht. Bei der Aktie ging es in der Folge nach oben. Bis zu den alten Kurshöhen ist jedoch noch immer viel Platz. Mehr zur adidas-Aktie hier. […]

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