Im Fokus Gold: Kein Grund für eine Glaubenskrise?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Die jüngste Goldpreisentwicklung könnte das Potenzial haben, Anhänger des gelben Edelmetalls als die ultimative Krisenwährung in eine Glaubenskrise zu stürzen. Trotzdem sollte man Gold auch jetzt nicht vollständig abschreiben.

Mit den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten sowie den zuletzt deutlich größer gewordenen Konjunktursorgen bieten sich einige Gründe, warum Investoren gerade jetzt in den „sicheren Hafen“ Gold flüchten sollten. Doch diese Flucht blieb zuletzt aus und damit auch ein Anstieg des Goldpreises. Noch schlimmer: Nachdem Gold 2011 Rekordkurse von rund 1.900 US-Dollar je Feinunze erzielen konnte, befinden sich die Notierungen seitdem auf dem absteigenden Ast. Immerhin konnte dank der jüngsten Seitwärtsbewegung so etwas wie ein Boden ausgebildet werden.

Angesichts der politischen Konflikte in vielen Teilen der Welt, der Ebola-Epidemie, der schwächelnden Konjunktur und der im Hintergrund selbst nach mehreren Jahren köchelnden Euro-Krise in Ländern wie Griechenland, Portugal oder Italien könnten erneut große Turbulenzen an den Finanzmärkten auftreten. Solche Turbulenzen könnten wiederum für eine Rückbesinnung von Investoren auf die seit Jahrhunderten geschätzten Vorteile von Gold als Krisenwährung sorgen. Gleichzeitig dürften die Goldpreis-Bullen darauf hoffen, dass sich die weltweiten Konjunktursorgen auch auf die US-Wirtschaft übertragen. Dies könnte wiederum die US-Notenbank Fed dazu bewegen, den Leitzins nicht wie von vielen Marktteilnehmer erwartet 2015 erstmals seit Jahren wieder anzuheben.

Das Auslaufen des Anleihekaufprogramms „QE3“ und die Aussicht auf eine Leitzinsanhebung im kommenden Jahr waren es, die den Goldpreis zuletzt zusätzlich belasteten. Denn während die EZB gleichzeitig ihre Geldpolitik noch weiter lockerte, sorgte dies für eine relative Stärke des US-Dollar. Da Gold nun einmal in der US-Währung gehandelt wird, wirkt sich dies negativ auf die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall aus. Zudem wird der Goldpreis nun schon seit Jahren dadurch belastet, dass es der EZB trotz größter Anstrengungen nicht gelingt in der Eurozone eine höhere Inflation zu generieren. Die Erwartungen einer steigenden Inflation waren ein Grund, warum der Goldpreis 2011 auf neue Rekordwerte klettern konnte.

Allerdings könnte von der Angebotsseite zukünftig ein möglicher Preisauftrieb generiert werden. Immerhin hat Gold seit Anfang dieses Jahrtausends einen beeindruckenden langfristigen Preisanstieg hingelegt. Im Zuge dieser Euphorie haben auch die Goldminenbetreiber einen wahren Boom erlebt und ihre Produktion ausgebaut. Doch der Preisrückgang der vergangenen Jahre hat auch sie in die Krise gestürzt. Gerade diese Krise hat jedoch zu einem Umdenken beigetragen und die Schließung von Minen und Produktionskürzungen ausgelöst, so dass mit einer möglichen Angebotsverknappung auch eine Preisstabilisierung oder sogar ein Preisanstieg einhergehen und somit eine Glaubenskrise unter den Goldpreis-Optimisten verhindern könnten.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Gold erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 6 der Deutschen Bank (WKN DX6XAU) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 6 der Deutschen Bank (WKN DX6GLD) die Gelegenheit dazu.

Stand: 30.10.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank


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