Lufthansa kommt nicht zur Ruhe

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Lufthansa AG

An sich gäbe es bei der Lufthansa (WKN 823212) einige Gründe zur Freude. Schließlich ist der Ölpreis zuletzt merklich zurückgegangen, während die Ergebnisse im dritten Geschäftsquartal auch dank des alten Sparprogramms über den Markterwartungen lagen. Trotzdem gab es die nächste Gewinnwarnung, während es immer noch nicht sicher ist, dass die Negativschlagzeilen damit ein Ende haben.

Zwar konnte die Kranich-Airline das 2014er-Ergebnisziel noch bestätigen, allerdings wurde die Gewinnprognose für 2015 gestrichen. Außerdem könnten sowohl die Prognose für das noch laufende Geschäftsjahr als auch die Dividende in Gefahr sein. Auf Unternehmensseite wurden als Begründung für die gesenkte Prognose insbesondere die sich eintrübenden Konjunkturaussichten angeführt. Zudem hat das Unternehmen noch nicht einmal mögliche Streiks im kommenden Jahr miteinbezogen, so dass das dicke Ende noch kommen könnte.

Im Gegensatz dazu lief es im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf der Ergebnisseite richtig gut. Während die Umsatzerlöse um 0,6 Prozent auf 22,62 Mrd. Euro zurückgingen, kletterte das operative Ergebnis um 28,1 Prozent auf 849 Mio. Euro. der Nettogewinn wurde sogar von 247 auf 482 Mio. Euro fast verdoppelt. Und trotzdem schien die Lufthansa-Aktie zuletzt kaum auf einen grünen Zweig kommen zu können. dabei sind die nun erneut schwächeren Aussichten keine Hilfe.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Einerseits halten sich die positiven Auswirkungen der sinkenden Ölpreise in Grenzen, da das Unternehmen längst Absicherungsgeschäfte getätigt hat. Zudem geht eine schwächelnde Konjunktur in der Regel auch mit weniger Passagieren für die Airlines einher. Und schließlich ist es überhaupt noch nicht abzusehen, wie sich die Lufthansa im immer härter werdenden Wettbewerb behaupten wird, wenn von Pilotenseite weiterer Gegenwind bei dem Ausbau des Billigangebots winkt. Das Negativbeispiel stellt hierbei der Konkurrent Air France-KLM (WKN 855111) dar. Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse der Lufthansa-Aktie setzen möchten, könnten das Produkt mit der WKN DG1NM0 ins Auge fassen. Das Hebelprodukt mit der WKN DG1MMZ wäre wiederum etwas für Lufthansa-Shorties.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Lufthansa AG


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