Deutsche Bank: Risiken abbauen

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Bank AG

Die Deutsche Bank (WKN 514000) konnte zuletzt mit Erfolgen im operativen Geschäft und mit dem mit Bravour bestandenen EZB-Stresstest punkten. Doch solange sich die Kosten für die vielen Rechtsstreitigkeiten auftürmen, könnten die Unsicherheiten rund um das Institut anhalten.

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Auch deshalb bekräftigten die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain bei der Präsentation der Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2014, dass man auf Unternehmensseite weiterhin bemüht sei, „juristische Altlasten zu bereinigen.“ Gerade diese waren dafür verantwortlich, dass die Deutsche Bank im dritten Quartal insgesamt 894 Mio. Euro für Rechtsstreitigkeiten zurücklegen musste. Daher verbuchte der DAX-Konzern für viele Marktteilnehmer überraschend für die Zeit zwischen Juli und September einen Nettoverlust in Höhe von 92 Mio. Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 41 Mio. Euro erzielt worden war. Die Konsensschätzungen lagen sogar bei plus 242 Mio. Euro.

Abgesehen von den hohen Rückstellungen für Gerichtsprozesse lieferte der jüngste Quartalsbericht jedoch einige Gründe optimistisch zu sein. Schließlich konnte die Deutsche Bank von einem starken Anleihen- und Devisenhandel profitieren. Im Bereich Corporate Banking & Securities stieg der Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr trotz  der Kosten für Rechtsstreitigkeiten und der Belastungen im Zuge der Erfüllung regulatorischer Vorgaben um 4 Prozent auf 374 Mio. Euro. Erfreulich fiel auch die Tatsache aus, dass in der Vermögensverwaltung Nettomittelzuflüsse von 17 Mrd. Euro verbucht werden konnten, während die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vorjahresvergleich deutlich um 47 Prozent auf 269 Mio. Euro gesenkt wurde. Auf diese Weise stieg der Gewinn vor Steuern konzernweit von 18 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 266 Mio. Euro.

Damit sollte auch die Aktie der Deutschen Bank in der Lage sein, ihre Kursschwäche in diesem Jahr zu überwinden. Dabei hatte der DAX-Wert seit seinem Jahreshoch Anfang 2014  in der Spitze rund 40 Prozent an Wert eingebüßt. Während dieser Kursrückgang übertrieben ausgefallen sein dürfte und sich mit den Erfolgen im operativen Geschäft reichlich Kurspotenzial ergibt, bleiben mit den Rechtsstreitigkeiten aus der Vergangenheit und dem derzeitigen Marktumfeld auch einige Unsicherheiten.

Nicht ohne Grund hatten Fitschen und Jain im Zuge des jüngsten Quartalsberichts davon gesprochen, dass man „kurzfristig weiterhin mit Gegenwind zu rechnen“ hätte. Zu dieser Einschätzung haben insbesondere die jüngsten Konjunktursorgen und die geopolitischen Risiken mit den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten beigetragen. Aus diesem Grund will man sich bei der Deutschen Bank verstärkt auf den Konzernumbau und den Abbau der Altlasten konzentrieren. Dabei dürfte ein allmählicher Abbau der Risiken, der mit dem Beilegen von Gerichtsprozessen einhergehen sollte, neben robusten operativen Ergebnissen in den Kerngeschäftsbereichen zu weniger Unsicherheiten rund um Deutschlands größte Bank beitragen. Auch deshalb haben unsere DZ BANK Analysten ihr „Kaufen“-Votum für die Aktie der Deutschen Bank beibehalten. Allerdings wurde der faire Wert aufgrund der noch nicht aus der Welt geschafften Risiken von zuvor 35,00 auf 31,50 Euro gesenkt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ebenso interessant wie ein Direktinvestment in die Aktie der Deutschen Bank könnte ein Discount-Zertifikat (WKN DG1MW3) der DZ BANK auf den DAX-Konzern sein. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs von knapp 13 Prozent dient zusätzlich als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 22,00 Euro, ein Wert den die Aktie der Deutschen Bank in den vergangenen fünf Jahren lediglich einmal unterschritten hatte, begrenzt. Das Zertifikat (Fälligkeitstag 12.06.2015) wendet sich also an Anleger, die davon ausgehen, dass der Kurs der der Deutschen Bank am Bewertungstag (05.06.2015) auf oder über 22,00 Euro notieren wird. In diesem Fall wird der maximale Auszahlungsbetrag von 22 Euro fällig und die Rendite würde bei einem aktuellen Briefkurs des Zertifikats von 21,00 Euro bei gut 5 Prozent liegen.

Stand 29.10.2014/Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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