Facebook: Zu hohe Erwartungen?

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Bildquelle: Pressefoto Facebook

Das führende soziale Netzwerk Facebook (WKN A1JWVX) hat auch für das dritte Quartal in allen Bereichen mehr als überzeugende Zahlen präsentiert. Doch trotzdem verlor die Aktie gestern Abend im nachbörslichen US-Handel deutlich an Wert, da den Investoren die geplanten Investitionen in weiteres Wachstum und die Umsatzprognose für das Schlussquartal 2014 nicht gefallen hatten.

Während die Erlöse im September-Quartal im Vorjahresvergleich um 59 Prozent auf 3,2 Mrd. US-Dollar nach oben geschraubt werden konnten, geht man laut Finanzchef David Wehner für die Zeit von Oktober bis Dezember „lediglich“ von einem Zuwachs um 40 bis 47 Prozent auf 3,6 bis 3,8 Mrd. US-Dollar aus. Dabei liegen die Konsensschätzungen mit derzeit 3,7 Mrd. US-Dollar am oberen Ende dieser Spanne. Aber auch auf der Ergebnisseite gefielen Investoren die Aussichten nicht, wonach die Ausgaben wegen geplanter höherer Investitionen im kommenden Jahr deutlich ansteigen und damit die Ergebnisse belasten sollen.

Im dritten Quartal schaffte man es noch den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um satte 90 Prozent auf 806 Mio. US-Dollar zu steigern. Den Erfolg auf der Umsatz- und Ergebnisseite hatte Facebook einmal mehr den deutlich gesteigerten Werbeeinnahmen zu verdanken. Dabei überzeugte man insbesondere auf mobilen Geräten wie Smartphones, nachdem Investoren lange Zeit bezweifelt hatten, dass Facebook der Umstieg auf das mobile Internet gelingen würde.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Doch nun kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu. Denn während es lange Zeit brauchen sollte, um zu sehen, ob die Investitionen Früchte tragen, bleibt es abzuwarten, ob Anleger die Geduld mitbringen werden, möglicherweise schwächere Umsatz- und Gewinnsteigerungen zu tolerieren. Schließlich beruht der aktuell Kurs der Facebook-Aktie auf enormen Vorschusslorbeeren. Wer starke Nerven mitbringt und gehebelt auf steigende Kurse der Facebook-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DZY4LR ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Facebook


3 KOMMENTARE

  1. […] Ähnlich wie viele andere Finanzinstitute hatte auch die Schweizer Großbank UBS (WKN UB0BL6) zuletzt mit hohen Kosten für Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen. Dafür konnte das Institut operativ einige Erfolge feiern. Diese lassen darauf schließen, dass der weltweit größte Vermögensverwalter mit einem voranschreitenden Abbau der juristischen Risiken langsam zu alter Stärke zurückfindet. Näheres über die aktuellen Kurschancen beleuchten wir in unserem aktuellen Newsletter Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau. Wer das kostenfreie PDF jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden. Nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr hat die Erste Group Bank (WKN 909943) einen Milliardenverlust aufgetürmt. Trotzdem ist die Aktie des Finanzinstituts am Donnerstag der Top-Performer im österreichischen Leitindex ATX. Schließlich sind die Probleme in Rumänien und Ungarn nicht neu, während am Markt sogar noch ein deutlicheres Minus erwartet worden war. Mehr dazu hier. Wieder einmal waren bei der Aktie des Actionkamera-Herstellers GoPro (WKN A1XE7G) prozentual zweistellige Kursbewegungen zu beobachten. Dabei zeigten sich Investoren von den Ergebnissen für das dritte Geschäftsquartal am Donnerstagabend geradezu begeistert und sorgten so für ein weiteres aufregendes Kapitel in der noch jungen, jedoch sehr bewegten Börsengeschichte des Unternehmens. Seit einer ganzen Weile versuchen Gold-Fans eine Renaissance bei den Minenbetreibern herbeizureden. Doch angesichts des weiterhin schwächelnden Goldpreises ist davon immer noch relativ wenig zu sehen. Immerhin konnte Barrick Gold (WKN 870450) nun für einen weiteren Achtungserfolg sorgen. Das führende soziale Netzwerk Facebook (WKN A1JWVX) hat auch für das dritte Quartal in allen Bereichen mehr als überzeugende Zahlen präsentiert. Doch trotzdem verlor die Aktie zunächst deutlich an Wert, da den Investoren die geplanten Investitionen in weiteres Wachstum und die Umsatzprognose für das Schlussquartal 2014 nicht gefallen hatten. Mehr dazu hier. […]

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