Das Verhältnis Yen und US-Dollar wird sich verschieben

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Nachdem die Notenbanken in den USA und Europa zuletzt gegenläufige geldpolitische Maßnahmen ergriffen, rückte Geldpolitik in Japan wieder in den Fokus der Anleger. Während in der Eurozone die Zinsen gesenkt und Wertpapierkäufe durch die EZB angekündigt wurden, setzte die US-Notenbank Fed ihre Reduzierung der Anleihekäufe bei unveränderter Zinspolitik fort.

In Japan wiederum wurde bis Ende September noch über eine baldige Ausweitung der expansiven Maßnahmen durch die dortige Notenbank spekuliert. Doch hiervon ist mittlerweile nicht mehr die Rede. Entsprechende Schritte seitens der Bank of Japan sind zwar keineswegs ausgeschlossen, aber diese dürften nach herrschender Meinung erst zu Beginn des kommenden Jahres wieder ein Thema werden.

Die jüngste Entwicklung in Japan erinnert stark an die Situation Ende 2013/Anfang 2014. Auch damals wurde viel darüber spekuliert, wann und nicht etwa ob die Bank of Japan weitere expansive Maßnahmen ergreifen wird. In der Folge geriet der Yen unter spürbaren Abgabedruck. Entsprechende Maßnahmen wurden dann jedoch nicht ergriffen und die positiven Signale von Seiten der Inflation und der Konjunktur gewannen nach und nach die Oberhand.

Die damalige Abwertungsphase des Yen gegenüber dem US-Dollar dauerte 10 Wochen, die anschließende Erholungsphase 33 Tage. Im gesamten Zeitraum verzeichnete der Yen zunächst Kursverluste von etwas mehr als acht Prozent. Wieder wettmachen konnte er hiervon nur rund die Hälfte, obwohl zusätzliche expansive Maßnahmen wieder in weite Ferne gerückt waren. In den darauf folgenden sechs Monaten bewegten sich US-Dollar und Yen mehr oder weniger seitwärts auf dem erreichten Niveau zwischen 101 und 103 Yen.

Die jüngste Abwertungsphase des Yen gegenüber dem US-Dollar zwischen Ende Juli und Anfang Oktober fiel mit einer Dauer von 67 Tagen nur unwesentlich kürzer aus als diejenige um den Jahreswechsel 2013/2014. Auch das Ausmaß der Kursbewegung war mit einem Minus von knapp 8 Prozent aus Sicht des Yen nur geringfügig kleiner. Überträgt man die Erfahrungen des vergangenen Jahreswechsels auf die aktuelle Situation, könnte die jüngst eingeschlagene Bewegung bis Anfang November anhalten. Von den zu erwartenden Kursgewinnen im Rahmen der „Gegenbewegung“ hätte der Yen demzufolge erst die Hälfte eingefahren, dürfte die Erholung doch erst im Bereich von 105 Yen zu Ende gehen.

Mit Blick auf den Abwertungswettlauf zwischen den USA, der Eurozone und Japan gehen die Analysten der DZ BANK davon aus, dass Japan gute Karten im Rennen um die schwächste Währung hat. Neben der drastischen Ausweitung der Bilanzsumme der Bank of Japan sorgt auch der fehlende Erfolg der „Abenomics“, die unter Premierminister Shinzo Abe eingeführte Kombination aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik, dafür, dass sich der Konjunkturausblick zusehends eintrübt. Die Analysten der DZ BANK erwarten daher eine Verschiebung des Verhältnisses von Yen und US-Dollar auf mittelfristig 115 Yen. Als Startpunkt für die erwartete Währungsverschiebung in diese Richtung könnte ihrer Ansicht nach bereits der Abschluss der aktuell laufenden Yen-Erholung dienen.

Quelle: Guidants Devisen-Analysen
Quelle: Guidants Devisen-Analysen

Anleger, die ebenfalls davon ausgehen, dass eine weitere Abwertung der japanischen Währung gegenüber dem US-Dollar erfolgen wird, können ihre Erwartung mit einem Call-Optionsschein (WKN DZV0AU) auf das Währungspaar umsetzen. Das Papier wird am 9. Juni 2015 fällig, während der Strike bei 108,00 Yen liegt und das Bezugsverhältnis 100:1 beträgt, der Preis beträgt aktuell 1,63 Euro.

Stand 22.10.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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