Im Fokus Google: Kein Grund zu zweifeln?

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Bildquelle: Pressebild Google

Im dritten Quartal konnte Google (WKN A0B7FY) weder auf der Umsatzseite noch bei den Ergebnissen die Markterwartungen erfüllen. Während einige Investoren dies zum Anlass nahmen, an den Wachstumsaussichten des Internetriesen zu zweifeln, lieferte der Konzern aber auch Gründe, die für eine Fortsetzung der beeindruckenden Erfolgsgeschichte sprechen.

Schon im Frühjahr wurde der Kurs der Google-Aktie durch die Sorgen einiger Marktteilnehmer vor sinkenden Durchschnittspreisen für die geschalteten Anzeigen im Bereich Internetwerbung belastet. Mit den Ergebnissen zum Juni-Quartal konnte das Unternehmen diese Sorgen zwischenzeitlich aus der Welt räumen. Doch mit dem Bericht zum dritten Geschäftsquartal vom 16. Oktober scheinen sie erneut zurückgekehrt zu sein. Dabei ist die Entwicklung nicht neu: Mit der Verbreitung von Smartphones und Tablets sinken die Durchschnittspreise (cost-per-click). Schließlich will die Werbeindustrie für die kleineren Anzeigen auf den kleineren Bildschirmen weniger bezahlen. Bislang konnten diese Preisrückgänge jedoch mit einer höheren Anzahl bei den geschalteten Anzeigen (paid clicks) überkompensiert werden.

Auch im dritten Quartal stieg die Zahl der bezahlten Klicks gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent. Allerdings konnten zuvor deutlich höhere Steigerungsraten erzielt werden, während das Wachstum zwischen Juli und September gegenüber dem Vorquartal sogar nur bei 2 Prozent lag. Dies kam an den Börsen zunächst überhaupt nicht gut an. Gleichzeitig ließen die Marktteilnehmer dabei die Tatsache in vielen Fällen außer Acht, dass die Durchschnittspreise nur um minus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen und damit so schwach wie selten zuvor. Immerhin wäre dies ein Indiz, dass sich die Preise stabilisieren könnten.

Während sich Investoren enttäuscht über das Wachstum bei den bezahlten Klicks zeigten, konnte Google auch mit den konzernweiten Umsatzerlösen von 16,52 im dritten Quartal nicht ganz an die Konsensschätzungen nach Thomson Reuters von 16,57 Mrd. US-Dollar herankommen. Trotzdem lässt sich ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich von 20 Prozent für ein Unternehmen, das eine beachtliche Größe erreicht hat, durchaus sehen. Allerdings schmeckten einigen Anlegern zuletzt auch die hohen Ausgaben nicht. Immerhin waren diese neben einer höheren Steuerbelastung mit ein Grund für den Rückgang des Nettogewinns von 2,97 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 2,81 Mrd. US-Dollar.

Gerade diese hohen Ausgaben, die wie bei kaum einem anderen US-Technologiekonzern in die Forschung & Entwicklung fließen, sollen das zukünftige Unternehmenswachstum sichern. Dabei kann sich der Konzern auch weiterhin dank der fließenden Werbemilliarden Projekte wie Google Glass, eine Internetversorgung in abgelegenen Gegenden mit Drohnen, intelligente Roboter oder das selbstfahrende Auto leisten. Gleichzeitig wächst jedoch der Erfolgsdruck, wenn im Kerngeschäft mit der Internetwerbung die Preise und die Zuwachsraten bei den paid clicks weiter sinken, während die Konkurrenten wie Yahoo, Twitter und vor allem Facebook Marktanteile hinzugewinnen sollten. Zudem gilt es abzuwarten, wie Google mit dem Gegenwind vonseiten einiger Regulierungsbehörden fertig wird. Google ist mit anderen internationalen Konzernen wegen seiner Steuervermeidungstaktik in die Kritik geraten, während man insbesondere in Europa von der Marktmacht des Unternehmens im Bereich Internetsuche zunehmend besorgt zu sein scheint.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Google-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT31KK) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,31, die Knock-Out-Schwelle bei 383,70 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Kurse der Google-Aktie setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT31A4, aktueller Hebel 3,18; Knock-Out-Schwelle bei 646,70 US-Dollar) die Gelegenheit dazu.

Stand: 21.10.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressebild Google


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