SAP: Wachstumsstrategie zahlt sich aus

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Bildquelle: Pressefoto SAP SE / Stephan Daub

SAP (WKN 716460) lässt sich sein Wachstum in der Cloud einiges kosten. Schließlich sollen die jüngsten Übernahmen dazu beitragen, dass sich der DAX-Konzern die Spitzenposition in der Wolke sichert. Sollte dies gelingen, dürfte auch die SAP-Aktie davon profitieren.

Bildquelle: Pressefoto SAP AG
Bildquelle: Pressefoto SAP AG

Bei SAP dreht sich derzeit sehr viel um das Wachstum im Cloud-Geschäft. Schließlich möchte Europas größter Softwarekonzern eines Tages die Nummer eins bei der Mietsoftware aus dem Internet sein. Zudem sollen ab 2020 die Umsätze aus dem Cloud-Segment größer ausfallen als die Erlöse aus dem klassischen Software-Geschäft. Allerdings rechnen die Walldorfer in diesem Jahr trotz starker Wachstumszahlen mit Umsätzen in der Cloud von 1,0 bis 1,05 Mrd. Euro, während die konzernweiten Erlöse bei über 17 Mrd. Euro liegen dürften.

Um diese Verteilung möglichst schnell zu ändern hat der DAX-Konzern zuletzt kräftig zugekauft. Nach der jüngsten Übernahme des US-Softwarehauses Concur hat man schon mehr als 20 Mrd. US-Dollar für Zukäufe ausgegeben. Solche Deals bringen teilweise schwierige Integrationen mit sich. Zudem ist es nicht gewährleistet, dass sie sich wie gewünscht mittel- bis langfristig auszahlen. Auch deshalb kommt die SAP-Aktie seit rund anderthalb Jahren kaum vom Fleck und bewegt sich in der Nähe der Marke von 60 Euro.

Ein ganz wichtiger Faktor in dem zukünftigen Unternehmenswachstum soll Concur sein. Schließlich ist die Übernahme des Anbieters von Software für Reise- und Reisekostenabrechnungen für umgerechnet 6,5 Mrd. Euro die teuerste in der Firmengeschichte. Die Transaktion soll im Schlussquartal 2014 oder im ersten Quartal 2015 abgeschlossen werden. SAP erweitert so das Geschäftsfeld um reisebezogene Software für Hotels, Tourismusdienste, Kreditkartenanbieter und viele Firmen, die mit Reisenden in Kontakt kommen. Ferner erwartet man Synergien und Cross-Selling-Effekte. So wendet ein Großteil der SAP-Kunden noch keine Lösungen von Concur an und nur 30 Prozent der Concur-Kunden greifen auf Lösungen von SAP zurück.

Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Jüngst hat der US-amerikanische Software-Entwickler Salesforce angekündigt, im kommenden Jahr kräftig in Europa investieren zu wollen, um so den Platzhirsch im Bereich Unternehmenssoftware SAP anzugreifen. Dabei hat man ganz besonders den deutschen Markt im Auge. Gleichzeitig sieht jedoch SAP-Chef Bill McDermott sein Unternehmen auf einem guten Weg, Salesforce als die derzeitige Nummer eins im Cloud-Geschäft vom Spitzenplatz zu verdrängen. In einem Interview mit Reuters Insider sagte er, dass dies „früher passieren könnte, als viele denken.“

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Auch deshalb bleiben unsere DZ BANK Analysten bei ihrem „Kaufen“-Votum für die SAP-Aktie, während der faire Wert weiterhin bei 72 Euro liegt. Laut Analysteneinschätzung stärkt SAP insbesondere mit der teuersten Übernahme in der Firmengeschichte seine Marktstellung im Cloud-Bereich. Zudem erwarten die Investoren nach einer Vielzahl von Übernahmen Marktanteilsgewinne und schnelle Ergebnisbeiträge. Allerdings sehen unsere DZ BANK Analysten SAP hierfür gut gerüstet. Aus diesem Grund dürfte auch die Aktie aus der jüngsten Seitwärtsbewegung ausbrechen können.

Mit Blick auf das aktuelle Volatilitätsumfeld und die fundamentale Analyse des Unternehmens SAP, könnte sich ein Call-Optionsschein der DZ BANK (WKN DG175K) auf die Aktie des DAX-Konzerns anbieten. Das Papier wird am 27. März 2015 fällig, während der Strike bei 56,00 Euro liegt und das Bezugsverhältnis 10:1 beträgt.

Stand 15.10.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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