Im Fokus Südzucker: Die Suche nach dem Boden

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Bildquelle: Pressefoto Südzucker AG

Südzucker (WKN 729700) scheint derzeit einfach nicht auf einen grünen Zweig zu kommen. Daher bleibt es unsicher, ob der zuletzt stark unter Druck geratene Aktienkurs tatsächlich zu einem Einstieg genutzt werden sollte. Angesichts der anhaltenden Schwäche am europäischen Zuckermarkt könnte ein Comeback beim MDAX-Wert weiter auf sich warten lassen.

Europas größter Zuckerproduzent bestätigte bei der Präsentation der Ergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 (Ende Februar) am 9. Oktober zwar seine Prognosen für das Gesamtjahr, allerdings hatte das Unternehmen die Märkte schon im Frühjahr 2014 mit einer deutlichen Gewinnwarnung aufgeschreckt. Zudem rechnet das MDAX-Unternehmen mit einer weiteren Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds in den europäischen Zucker- und Ethanolmärkten. Aus diesem Grund sei das Erreichen des prognostizierten operativen Konzernergebnisses laut Unternehmenseinschätzung anspruchsvoller geworden.

Am 8. April hatte Südzucker für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses im Vorjahresvergleich von 622 auf 200 Mio. Euro vorhergesagt. Dabei war das Ergebnis schon 2013/14 um rund ein Drittel rückläufig. Zwischen März und August 2014 lag der Wert bei 147 Mio. Euro nach 407 Mio. Euro im Vorjahr. Während Südzucker auch in den Bereichen CropEnergies und Frucht Ergebnisrückgänge zu verzeichnen hatte, fiel dieser im Segment Zucker besonders stark aus. Immerhin lief es im Segment Spezialitäten, in dem zum Beispiel Inhaltsstoffe für Lebensmittel oder die Pharmazie sowie Fertig- und Tiefkühlgerichte angeboten werden, operativ etwas besser als im Vorjahr.

Die erneut wenig berauschenden Zahlen kamen an den Börsen einmal mehr nicht besonders gut an. Dabei befindet sich die Südzucker-Aktie seit geraumer Zeit auf dem absteigenden Ast. Die vorgelegten Ergebnisse und die weiteren Aussichten sprechen jedoch nicht gerade dafür, dass wir sehr bald ein Comeback des MDAX-Wertes erleben werden. Immerhin haben die Mannheimer für das dritte Quartal (September bis November) wegen weiter sinkender Zuckerpreise noch einmal eine Verschlechterung der Lage im Bereich Zucker vorhergesagt. Damit bleibt es abzuwarten, ob sich mit dem einladend niedrigen Aktienkurs tatsächlich eine attraktive Einstiegsgelegenheit ergibt. Zwar notiert das Papier inzwischen so tief wie schon seit etwa fünf Jahren nicht mehr, allerdings heißt das nicht, vor allem im Hinblick auf die weiterhin trüben Marktaussichten, dass es mit den Kursen nicht noch weiter nach unten gehen kann.

So trüb die Aussichten für die Südzucker-Aktie auch sein mögen, bleiben doch einige Hoffnungsschimmer. Angesichts des anhaltenden Preisdrucks dürften sich viele Hersteller überlegen, ob sie geplante Produktionserweiterungen streichen. Mithilfe einer gewissen Marktbereinigung und geringerer Angebotsmengen sollten sich auch die Preise wieder erholen können. Gleichzeitig sollten Anleger jedoch im Blick haben, dass ab Oktober 2017 in der EU die Mindestpreise für Zuckerrüben wegfallen und sich damit neue Gewitterwolken für Südzucker am Horizont auftun. Auch deshalb ist es noch nicht sicher, dass die Südzucker-Aktie trotz der jüngsten Kursrückgänge einen Boden erreicht hat.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Südzucker-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT7F1F) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,86, die Knock-Out-Schwelle bei 7,35 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT60WY, aktueller Hebel 2,80; Knock-Out-Schwelle bei 14,20 Euro) auf fallende Kurse der Südzucker-Aktie setzen.

Stand: 09.10.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Südzucker AG


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