Im Fokus: RWE sieht Geschäft robust und bekräftigt Ausblick

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Nachdem am Mittwoch bereits Branchenführer E.ON erfreuliche Zahlen und einen zuversichtlichen Ausblick veröffentlicht hatte, folgte heute nun die Nummer zwei unter Deutschlands Versorgern: RWE. Der Essener Konzern bezeichnete sein Geschäft in einer Pressemitteilung „als vergleichsweise robust, selbst in der Krise“.

Robuste Neun-Monats-Zahlen

Auf Neun-Monats-Sicht erwirtschafte RWE einen Außenumsatz von 33,8 Mrd. Euro, was wechselkursbereinigt dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die operative Ertragslage der kontinentaleuropäischen Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsaktivitäten hat sich den Konzernangaben nach positiv entwickelt. Dass das betriebliche Ergebnis des Konzerns dennoch um 4 Prozent auf 5,53 Mrd. Euro sank, führt RWE auf zwei Faktoren zurück: So sei zum einen das Ergebnis von RWE npower in Großbritannien wegen des extremen Preis- und Kostendrucks um mehr als die Hälfte gesunken und zum anderen hätten gesunkene Ölpreise bei RWE Dea für einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung gesorgt. Wie es weiter heißt, ging daher das nachhaltige Nettoergebnis, die Basis für die Dividendenausschüttung, um 7 Prozent auf 2,87 Mrd. Euro zurück.

Solider Ausblick

Alles in allem also kein wirklicher Lichtblick. Insgesamt wurden die Zahlen jedenfalls vielfach als suboptimal betrachtet. Das Handelsblatt sprach davon, dass RWE den Rückwärtsgang einlegt. Dennoch hat RWE erneut den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt – wörtlich heißt es:

Auch ohne Einbeziehung von Essent werden sich betriebliches Ergebnis und nachhaltiges Nettoergebnis in der Größenordnung des Vorjahres bewegen. Zusätzlich wird im vierten Quartal die neue niederländische Tochter Essent erstmals zum Ergebnis beitragen. Trotz der schwachen Konjunktur hält RWE am laufenden Investitionsprogramm fest: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das Volumen der Sachanlageinvestitionen um fast die Hälfte erhöht.

Lukrative Dividende

Die RWE-Vorzüge waren ja im Zuge der Dividendenausschüttung von 4,50 Euro ein beliebtes Investitionsobjekt und notieren inzwischen wieder auf dem Niveau des Jahresanfangs. Die RWE-Stämme, die auch dem DAX angehören, haben ebenfalls wieder ihr Januar-Niveau erreicht. Beide Aktien notieren noch weit unter den Allzeithochs vom Januar 2008. Schielt der Anleger nur auf die Dividende, so ist er meiner Ansicht nach mit den Vorzügen sicher gut bedient. Geht es generell nur um einen Versorger-Titel mit Kurschancen, sollte man sich eher E.ON anschauen. Hier sehe ich aufgrund des klareren Geschäftsmodells etwas mehr Kurspotential.


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