Im Fokus Siemens: Zu neuem Leben erweckt?

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Bildquelle: Pressebild Siemens

Der Industrieriese Siemens (WKN 723610) treibt seine Umstrukturierung konsequent voran. Dabei scheut man auch nicht davor zurück, sich von traditionsreichen Sparten zu trennen. Allerdings bleibt es abzuwarten, ob Konzernchef Joe Kaeser mit seinen Umbauplänen den DAX-Konzern wieder auf einen überzeugenden Wachstumskurs bringen kann, nachdem sich bereits sein Vorgänger Peter Löscher an einer Restrukturierung versucht hatte.

Bei Siemens geht mit den neuen Umbauplänen auch eine Ära zu Ende. Denn mit dem Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen BSH an den Joint-Venture-Partner Bosch verabschiedet sich der DAX-Konzern aus dem Haushaltswarengeschäft. Dafür gibt es immerhin 3,25 Mrd. Euro. Diese können die Münchener auch sehr gut gebrauchen. Schließlich übernimmt Siemens im Zuge seiner Neuausrichtung das Geschäft mit Gasturbinen des britischen Triebwerkherstellers Rolls-Royce. Hinzu kommt nun auch die geplante Übernahme des US-Kompressorenherstellers Dresser-Rand für umgerechnet 5,8 Mrd. Euro.

Diese wurde nach der offiziellen Bekanntgabe der Pläne von Unternehmensseite am 22. September am Markt weitestgehend als sinnvoll, jedoch von vielen Analysten auch als relativ teuer bezeichnet. Bei der NordLB hieß es am 23. September zum Beispiel, dass der Kaufpreis „hoch“ sei, ähnlich wie bei der Commerzbank („teuer“), während er bei den Analysten von Independent Research schon einen Tag zuvor als „ambitioniert“ bezeichnet wurde. Im Gegenzug erhält Siemens jedoch Zugang zu dem boomenden US-Energiemarkt, der in den vergangenen Jahren ganz besonders von der Energiegewinnung aus Schiefergas profitieren konnte. Dresser-Rand ist jedoch nicht nur als Öl- Gasindustrieausrüster tätig, sondern profitiert auch von vielen ambitionierten Projekten in den USA im Bereich Windenergie.

Zuvor musste sich Siemens jedoch beim Bieterwettkampf um den französischen Konkurrenten Alstom General Electric (GE) geschlagen geben. Möglicherweise könnte dies aber ein Glücksfall für die Münchener gewesen sein. Einerseits fällt ein schwieriger Integrationsprozess, an dem die französischen Behörden beteiligt sind, weg. Außerdem wird so nicht die Abhängigkeit von der zuletzt schwächelnden europäischen Wirtschaft noch erhöht. Stattdessen wird das Geschäft in den USA mit der Übernahme von Dresser-Rand gestärkt und damit auch das Kuchenstück an dem dortigen Konjunkturaufschwung sowie Energie-Boom vergrößert. Ein Risiko bleibt jedoch der relativ hohe Kaufpreis. Zudem muss auch diese Übernahme erst einmal gestemmt werden und die Integration gelingen.

Sollte sie problemlos über die Bühne gehen, winken Siemens wieder deutlich bessere Wachstumsmöglichkeiten auf der Umsatzseite und dank möglicher Synergieeffekte auch bessere Ergebnisse. Zuletzt hatte der Konzern Schwierigkeiten damit, Wachstum zu generieren, während sich die jüngsten Sparprogramme wenigstens auf der Ergebnisseite positiv bemerkbar machten. Doch mithilfe der nun angestoßenen Umbaumaßnahmen will der Konzern auf ganzer Linie überzeugen und somit auch dem seit einiger Zeit stagnierenden Aktienkurs wieder auf die Beine helfen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Siemens-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT47NW) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,87, die Knock-Out-Schwelle bei 72,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX90X8, aktueller Hebel 3,17; Knock-Out-Schwelle bei 115,30 Euro) auf fallende Kurse der Siemens-Aktie setzen.

Stand: 02.10.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressebild Siemens


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