Allianz: Übertrieben reagiert

1
Bildquelle: Pressefoto Allianz

Gerade als die Allianz (WKN 840400) die Wende bei der Fondstochter PIMCO ausrufen wollte, sorgte der bisherige Investmentchef Bill Gross mit seinem Abgang für einen Paukenschlag. Allerdings sollte Deutschlands größter Versicherungskonzern die negativen Folgen abfedern können, da es in anderen Bereichen zuletzt ohnehin besser lief.

Als die Nachricht die Märkte erreichte, dass Bill Gross PIMCO verlassen würde, kam die Allianz-Aktie ordentlich unter Druck. In kurzer Zeit verlor der DAX-Titel rund 8 Prozent an Wert. Immerhin war Gross Gründer und „Group Chief Investment Officer“ (Group CIO) der Investmentgesellschaft aus Kalifornien. Außerdem wurde er nicht umsonst „Bond-König“ genannt. Aufgrund der Bedeutung von Bill Gross für PIMCO und die Rentenmärkte insgesamt ist es wenig verwunderlich, dass an den Finanzmärkten nun spekuliert wird, wie hoch die Nettomittelabflüsse ausfallen werden und nicht, ob es überhaupt welche geben wird.

Mit Daniel Ivascyn wurde bereits ein Nachfolger ernannt. Allerdings hatte es die Allianz neben einer guten Performance der PIMCO-Fonds auch der Bekanntheit von Gross zu verdanken, dass das verwaltete Vermögen Dritter im von PIMCO dominierten Asset Management des Konzerns von 2007 bis 2012 auf 1.438 Mrd. Euro fast verdoppelt werden konnte. Seit dem dritten Quartal 2013 hat PIMCO allerdings wegen einer schwachen Performance und Querelen an der Konzernspitze mit Nettomittellabflüssen zu kämpfen.

Auch bei unseren DZ BANK Analysten geht man davon aus, dass mit dem Abgang von Gross verwaltete Kundengelder abgezogen werden. Allerdings dürfte das Volumen laut Analysteneinschätzung von den Marktteilnehmern zu hoch eingeschätzt worden sein. Daher erscheint der deutliche Kursrücksetzer der Allianz-Aktie zu heftig, so dass sich damit eine kurzfristige Einstiegsgelegenheit für Investoren bieten würde. Außerdem hatte man bei PIMCO schon zuvor mit Mittelabflüssen zu kämpfen. Aus diesem Grund hatte auch der „Bond-König“ Gross etwas an Ansehen eingebüßt.

Daneben könnte PIMCO selbst in Zukunft dank des stärker werdenden US-Dollar sowie der sich in verschiedene Richtungen bewegenden Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der EZB für eine bessere Performance und damit für eine Begrenzung der Mittelabflüsse oder sogar für Mittelzuflüsse sorgen. Gleichzeitig konnte die Allianz mit den Geschäftsergebnissen im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal 2014 zeigen, dass man sich selbst mit der Problemtochter PIMCO in einem schwierigen, von niedrigen Zinsen gekennzeichneten Umfeld sehr gut behaupten kann.

Umsatz- und Gewinntreiber war zuletzt insbesondere die Lebens- und Krankenversicherung, in der das operative Ergebnis im zweiten Quartal auf dem Rekordniveau von 984 Mio. Euro (plus 47 Prozent) lag. In der Schaden- und Unfallversicherung profitierte der Versicherer, wie bereits zuvor einige Male, von einer relativ geringen Anzahl an Naturkatastrophen. Dank des erfreulichen Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr zeigte man sich auf Unternehmensseite im Hinblick auf die Prognose sogar etwas optimistischer und sieht das obere Ende der Spanne von 9,5 bis 10,5 Mrd. Euro beim operativen Ergebnis für 2014 „in Reichweite“. Dieser Ansicht ist man auch bei den Analysten der DZ BANK. Auch deshalb wurde das „Kaufen“-Rating für den DAX-Wert zuletzt noch einmal bestätigt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ebenso interessant wie ein Direktinvestment in die Allianz-Aktie könnte ein Discount-Zertifikat (WKN DG1XW7) der DZ BANK auf den DAX-Konzern sein. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs dient zusätzlich als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 135,00 Euro begrenzt. Das Zertifikat (Fälligkeitstag 24.06.2015) wendet sich also an Anleger, die davon ausgehen, dass der Kurs der Allianz-Aktie am Bewertungstag (17.06.2015) auf oder über 135,00 Euro notieren wird. In diesem Fall wird der maximale Auszahlungsbetrag von 135 Euro fällig und die Rendite würde bei einem aktuellen Briefkurs des Zertifikats von 121 Euro bei gut 11 Prozent liegen.

Stand 01.10.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs erfolgen. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren oder Finanzinstrumenten, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur Emittentin sollten dem jeweiligen Prospekt entnommen werden. Die Aussagen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde. Sollten Sie zur Funktionsweise oder den Risiken dieser Kapitalanlage noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die vertreibende Bank. Weitere Informationen unter www.eniteo.de.

Bildquelle: Pressefoto Allianz


1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here