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Hennes & Mauritz – Mode fürs Depot

Kleider machen Leute und im Wechsel der Jahreszeiten gibt es immer wieder die Gelegenheit, sich neu zu erfinden. In diesem Jahr ist es leicht, den Trend auszumachen – nach einem knallbunten Sommer setzen die Designer nun auf dunkle, gedeckte Farben. Zugegeben, wahrscheinlich ist Impuls nach einer optischen Veränderung des Auftretens bei Frauen etwas ausgeprägter. Aber auch Männer dürfte es interessieren, dass ein wenig Mode zumindest dem Aktienportfolio gut zu Gesicht stehen kann.

Eine der größten Textilketten Europas, Hennes & Mauritz (WKN 872318), folgt konsequent den Trends auf den Laufstegen und macht diese kompatibel für die Masse. Das Unternehmen schafft den Spagat, (relative) Qualität zu günstigen Preisen anzubieten und erfreut sich als Modediscounter einer großen Beliebtheit, ohne als reiner „Billigheimer“ zu gelten. Die Läden sind stets in bester Innenstadtlage, häufig an mehreren Stellen einer Stadt. Insgesamt betreibt H&M derzeit etwa 3.300 Filialen in 54 Ländern. Ein wichtiger Markt ist dabei Deutschland mit 425 Geschäften und rund 21.000 Mitarbeitern.

Umsatz- und Gewinnsteigerung im Quartal

Dass die Strategie der Kette aufgeht, zeigen die jüngsten Zahlen. Im dritten Quartal kletterte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 5,3 Milliarden schwedische Kronen (577 Mio. Euro). Der Umsatz des Konzerns legte um 21 Prozent auf 38,8 Milliarden Kronen (4,2 Mrd. Euro) zu. Das Ausmaß des Erfolges lässt sich dabei auch an der Kursentwicklung ablesen:

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Dabei ist das Ende der Fahnenstange längst nicht in Sicht – bis zum Ende des Jahres sollen 375 neue Geschäfte eröffnet werden, vornehmlich außerhalb Europas. Um jedoch auf dem Stammmarkt weiterhin wachsen zu können, setzt das Unternehmen neben der Bekleidung zunehmend auf sonstige „Verschönerungsprodukte“. In Skandinavien werden in den H&M-Läden auch häufig Drogerieartikel wie Shampoos oder Haarfärbemittel gekauft und für das andere Ende des menschlichen Körpers ist ebenfalls gesorgt – immer mehr Läden haben Schuhe im Angebot. Darüber hinaus muss ein gut gekleideter Mensch natürlich schön wohnen, passende Produkte verkaufen die Schweden innerhalb der Sparte H&M Home.

Auch im Internet gut und günstig

Hennes & Mauritz folgt noch einem weiteren Trend – der hohen Bereitschaft vieler Menschen, Artikel im Internet zu erwerben. Marktforscher gehen davon aus, dass der Online-Markt für Bekleidung derzeit allein in Europa um jährlich 17 Prozent wächst. Deshalb baut die Modekette seinen Online-Handel mit Nachdruck aus. Seit diesem Jahr können auch Franzosen, Italiener, Spanier und Chinesen bequem per Mausklick Kleidungsstücke bei den Schweden ordern. 2015 sollen weitere acht bis zehn weitere Online-Märkte starten. In Deutschland ist der Kauf bei H&M schon länger per Internet möglich.

Aus Anlegersicht ist der Bekleidungshersteller daher ein lohnenswertes Investment und gehört zu den Champions im boerse.de-Aktienbrief. In der vergangenen Dekade konnten Aktionäre mit H&M eine durchschnittliche Rendite in Höhe von 9,7 Prozent erwirtschaften, die Gewinn-Konstanz betrug dabei 87 Prozent. Das Anlage-Risiko war moderat (Verlust-Ratio: 1,86). Fazit: Ein wenig Mode kann auch einem Langfristdepot gut tun!

Stand: 29.09.2014/ Ein Gastkommentar der Aktien-Ausblick-Redaktion
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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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