Chance auf den Rebound. Allianz und EZB im Fokus!

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Nach der schwachen DAX-Performance in der Vorwoche bieten sich in dieser Woche mit einer Reihe an wichtigen Impulsgebern die Chancen auf eine Erholung. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

Die zurückliegende Woche dürfte die Laune vieler Anleger ordentlich vermiest haben. Statt Kurs auf die 10.000 Punktemarke zu nehmen, kippte der Index erneut bei rund 9.800 Punkten und verlor zeitweise über 350 Punkte. Der Wochenschluss sollte allerdings zumindest für vorsichtigen Optimismus sorgen. Der DAX® zog wieder etwas an und hätte die Allianz am Freitag nicht über 5 Prozent abgegeben, wäre die Erholung noch einmal deutlich größer ausgefallen.

Kommende Woche stehen wieder zahlreiche wichtige Wirtschaftsdaten an. Zudem tagt die EZB. In den kommenden Tagen dürften Anleger auch genau auf Aussagen von Konzernchefs achten. Das 3. Quartal neigt sich dem Ende. Das bedeutet: Die Spekulationen rund um Umsatz und Gewinn rücken allmählich wieder in den Fokus.

Allianz im Fokus

Am Freitag wurde bekannt, dass Bill Gross den Vermögensverwalter Pimco verlassen und zu Janus Capital gehen würde. Das quittierten Anleger mit einem stattlichen Abschlag. Schließlich managte er den weltweit größten Rentenfonds. Sein Abgang könnte unter Umständen zu einem deutlichen Abfluss bei den Pimco-Fonds führen. Anleger sollten die Aktie als auch die Geschehnisse in den nächsten genau im Auge behalten.

Lufthansa im Sinkflug

Der Deutschen Lufthansa stehen scheinbar weitere Streiks ins Haus. Zur Wochenmitte keimte noch etwas Zuversicht auf, dass sich die Fluglinie mit den Piloten einigen könnte. Die Hoffnung wurde allerdings schnell wieder zunichte gemacht. Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht, aber die Kosten für die (Warn-) Streiks dürften stattlich ausfallen. Die Analysten von Kepler Cheuvreux raten daher, bei Lufthansa nicht einzusteigen.

Autotitel im Rückwärtsgang

Die Autoaktien BMW, Daimler und VW hatten eine ausgesprochen schlechte Woche hinter sich. Trotz Rekordkurs zeigen sich die Aktien inzwischen charttechnisch extrem angeschlagen. Ob sie diese Woche das Lenkrad herumreißen können ist noch fraglich. Beobachtenswert sind die Drei auf jeden Fall.

Technisch spannend

Die Aktie von Allianz fiel zum Wochenschluss wieder unter die Unterstützung von EUR 131. Damit droht nun ein Rücksetzer bis EUR 120. Die Commerzbank hat die 61,8%-Retracementlinie verteidigt. Daraus ergibt sich nun Spielraum bis EUR 12,50. Die Deutsche Lufthansa tauchte zeitweise unter die Unterstützung bei EUR 12,70. Zum Wochenschluss konnte die Marke zurück erobert werden. Solange diese Marke hält, besteht die Chance auf einen Rebound bis EUR 14. Andernfalls droht der Sturz auf EUR 10,50. LANXESS stützte unter die Unterstützung bei EUR 45. Die nächste Stütze findet die Aktie nun erst bei EUR 42,80.

Was kommt von der fundamentalen Seite?

Zum Wochenauftakt stehen Daten zur Wirtschaftsstimmung in Europa und die Deutschen Verbraucherpreise an. Dann folgen eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes aus China, Europa und den USA. Der VDMA gibt Daten zum Auftragseingang im Maschinenbau bekannt. Am Donnerstag stehen wieder die Highlights der Woche an. Arbeitsmarktdaten aus den USA und EZB-Zinsentscheid. Am Freitag sind die Börsen in Deutschland geschlossen.

Charttechnischer Ausblick: DAX®

Widerstandsmarken: 9.550/9.600/9.650/9.710 Punkte

Unterstützungslinie: 9.000/9.420 Punkte

Der DAX® verlor im Wochenverlauf zeitweise über 350 Punkte. Am Freitag konnte sich der Index allerdings wieder von den Wochentiefs distanzieren und auf rund 9.550 Punkte erholen. Zwischen 9.550 und 9.600 Punkte warten allerdings zahlreiche Widerstandsmarken, so dass ein Ausbruch über 9.600 Punkte zunächst schwierig werden könnte. Schafft der Index diese Hürden hat der Index Luft bis 9.710 und im weiteren Verlauf sogar bis 9.800 Punkte.

Noch ist die Hürde bei 9.550 Punkten jedoch nicht geknackt. Anleger sollten also einen möglichen Rücksetzer bis 9.420 Punkte auf der Rechnung haben. Auf diesem Niveau wäre es durch aus legitim auf  einen Rebound zu spekulieren. Allerdings nur mit einem engen Stopp. Sollte die Unterstützung reißen, könnte es schnell in Richtung 9.000 Punkte gehen.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

 


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