Im Fokus Gold: Neue Kaufargumente?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Die Goldpreis-Bullen scheinen auch weiterhin kein Glück zu haben. Schuld dürften wieder einmal die wichtigsten Notenbanken sein.

Nicht nur sind die letzten Erholungsversuche bei den Notierungen des gelben Edelmetalls gescheitert. Vielmehr geriet der Goldpreis zuletzt in einen regelrechten Abwärtsstrudel, obwohl Investoren nach gängiger Meinung angesichts ungelöster geopolitischer Herausforderungen sichere Häfen wie Gold ansteuern müssten. Allerdings sorgen die EZB und die Fed aktuell nicht gerade für ein Umfeld, in dem Gold-Investoren richtig glücklich werden können. Dies kann sich aber auch relativ schnell ändern, wenn es eine weitere Zuspitzung der Lage in der Ukraine, im Irak oder Syrien geben sollte.

Im Zuge der jüngsten Fed-Sitzung am 17. September hatte die Chefin der US-Notenbank Janet Yellen noch einmal bestätigt, dass man auch eine „beträchtliche Zeit“ nach dem aller Voraussicht nach für Oktober anstehenden Ende des aktuellen Anleihekaufprogramms an niedrigen Leitzinsen festhalten werde. Und trotzdem scheinen die Finanzmarktteilnehmer vor allem darüber zu spekulieren, ob denn die Fed ihre Geldpolitik angesichts der Erholung der US-Wirtschaft nicht doch früher als gedacht straffen könnte.

Während die EZB zur gleichen Zeit den Leitzins für den Euroraum noch einmal nach unten gefahren, sowie ein neues Anleihekaufprogramm aufgelegt hat und nun sogar über die umstrittenen Staatsanleihekäufe nachdenkt, führte dies zuletzt zu einer Stärkung des US-Dollar gegenüber dem Euro. Eine solche Entwicklung schadet wiederum dem Goldpreis. Immerhin wird das gelbe Edelmetall in der US-Währung gehandelt, so dass mit einem stärkeren US-Dollar eine teurere Beschaffung einhergeht.

Zudem könnte die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Fed endgültig die Hoffnungen einiger Gold-Investoren auf eine hohe Inflation begraben. Infolge der lockeren Geldpolitik wichtiger Notenbanken waren es unter anderem auch diese Erwartungen, die den Goldpreis 2011 noch in die Höhe getrieben hatten. Mit dem Ausbleiben der hohen Inflation setzen Enttäuschung und dementsprechend auch ein deutlicher Preisrückgang ein. Während die Geldpolitik der Notenbanken und die jüngste Stärke des US-Dollar nicht gerade für steigende Goldpreise sprechen, sind die Kaufargumente für das gelbe Edelmetall aktuell eher rar gesät. Anders als 2011 scheint das Interesse von Investoren verloren gegangen zu sein auf schnell steigende Kurse zu wetten.

Damit bleiben fast nur diejenigen übrig, die Gold als Absicherung gegen eine Verschärfung der aktuellen Weltpolitik-Situation nachfragen. Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, dass Anleger in Scharen aus als relativ riskant geltenden Investments wie Aktien in die so genannten sicheren Häfen flüchten. Immerhin notieren wichtige Indizes wie der Dow Jones, S&P 500 oder der DAX auf oder zumindest in der Nähe ihrer Allzeithochs. Für eine Flucht in Gold müsste sich die politische Lage oder die weltweite Konjunktur schon deutlich verschlechtern.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Gold erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 6 der Deutschen Bank (WKN DX6XAU) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 6 der Deutschen Bank (WKN DX6GLD) die Gelegenheit dazu.

Stand: 25.09.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank


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