E.ON: Es ist weiterhin Vorsicht geboten

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Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON

Die E.ON-Aktie (WKN ENAG99) machte sich zuletzt erneut auf, einen Erholungsversuch zu starten. Allerdings könnte dieses Unterfangen durch die Ukraine/Russland-Krise, die schwache europäische Konjunktur oder die Schwierigkeiten beim Vorstoß in neue Märkte erschwert werden.

Der DAX-Wert erlebte im bisherigen Jahresverlauf eine regelrechte Achterbahnfahrt. Bis zum Sommer schoss das Papier in wenigen Wochen um knapp 20 Prozent in die Höhe. Dabei konnten zuvor einige hartnäckige Widerstandsmarken im Bereich von 14 Euro überwunden werden. Allerdings hielt die Euphorie nicht lange, so dass mit der Verschärfung der Ukraine-Krise ein Absturz folgte. Inzwischen ist die Erholungsrallye wieder angelaufen. Doch wegen der geopolitischen Krisen oder der schwachen Konjunktur steht die jüngste Kurserholung auf wackeligen Beinen.

Dass es überhaupt dazu kam, hatte unter anderem etwas mit der Entspannung der Lage in der Ukraine und den überraschend positiv ausgefallenen Halbjahresergebnissen der Düsseldorfer zu tun. Zwar fielen das EBITDA zwischen Januar und Juni im Vorjahresvergleich um 12 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro und der nachhaltige Nettogewinn um 20 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro, allerdings wurden die Konsensschätzungen übertroffen. Außerdem hatte das EBITDA bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen trotz des extrem milden Winters und des schwierigen Branchenumfeldes in etwa auf dem Vorjahresniveau gelegen, was unter anderem auf die Erfolge der Sparbemühungen des Konzerns zurückzuführen ist.

Positiv sehen unsere DZ BANK Analysten insbesondere den Rückgang der Finanzschulden um 3,4 auf 7,1 Mrd. Euro. Durch die Anleiherückkäufe im Juli von 1 Mrd. Euro und die derzeit laufenden Verkaufsprozesse der spanischen und italienischen Aktivitäten wird sich laut Analysteneinschätzung die Situation weiter entspannen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt.

Einige Marktteilnehmer hatten sich angesichts des überraschend positiven Abschneidens im ersten Halbjahr eine Anhebung der Ziele gewünscht, allerdings ist die ledigliche Bestätigung der Prognose laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten als Vorsichtsmaßnahme zu betrachten. Zwar hielten sich die negativen Auswirkungen der Ukraine/Russland-Krise für E.ON bisher in Grenzen, trotzdem muss dies nicht heißen, dass man in dieser Hinsicht aus dem Gröbsten raus ist. Konkret rechnet man auf Unternehmensseite für 2014 mit einem nachhaltigen Konzernüberschuss von 1,5 bis 1,9 Mrd. Euro und einem EBITDA zwischen 8,0 bis 8,6 Mrd. Euro.

Neben den überraschend positiven Ergebnissen im ersten Halbjahr und der trotz Ukraine-Krise sowie einer schwachen Konjunktur bestätigten Jahresprognose besteht einige Fantasie hinsichtlich regulatorischer Änderungen (z.B. Kapazitätsmarkt) sowie Erfolgen aus Gerichtsverfahren (z.B. Laufzeitverkürzung AKW). Allerdings ist man in der DZ BANK Researchabteilung der Ansicht, dass Anleger weiter das angespannte Umfeld für die europäischen Versorger und die Risiken in den Auslandsmärkten insbesondere in Russland aber auch in Brasilien und der Türkei im Hinterkopf behalten sollten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ebenso interessant wie ein Direktinvestment in die E.ON-Aktie könnte eine Aktien-Anleihe (WKN DG07Q8) der DZ BANK auf den DAX-Konzern sein. Der Kupon liegt bei 7,00 Prozent p.a. Sofern der Schlusskurs der E.ON-Aktie am Bewertungstag (18.09.2015) auf oder über dem Basispreis von 14,706 Euro liegt, erhält der Anleger am Fälligkeitstag (25.09.2015) den Nennbetrag von 1.000 Euro pro Aktien-Anleihe. Sollte der Basispreis am Bewertungstag jedoch unterschritten werden, erfolgt die Rückzahlung nicht zum Nominalbetrag, sondern in Form der festgelegten Anzahl von Aktien von E.ON.

Stand 24.09.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON


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