Raiffeisen Bank International: War das schon das dicke Ende?

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Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International

Im ersten Halbjahr kam die Raiffeisen Bank International (RBI) (WKN A0D9SU) mit den negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise noch relativ gut zurecht. Doch nun muss das österreichische Institut, das relativ stark vom Osteruropa-Geschäft abhängig ist, die Risikovorsorgen aufstocken. Dies führt wiederum dazu, dass für 2014 ein Verlust in Aussicht gestellt wird – und dies, obwohl nach sechs Monaten ein Gewinn in Höhe von 344 Mio. Euro zu Buche stand. Immerhin wurde die Hoffnung auf eine Dividende noch nicht vollständig begraben.

Auf Unternehmensseite schätzt man nun den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen für das laufende Geschäftsjahr auf 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro. Bis zuletzt hatte man bei RBI damit gerechnet, lediglich 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro zur Seite legen zu müssen. Im Vorjahr waren es noch 1,15 Mrd. Euro. Schuld ist die politische Lage in der Ukraine und die Belastungen im Ungarn-Geschäft, die sich aus Gesetzesänderungen ergeben. Immerhin rechnet RBI für 2015 wieder mit einem Nettogewinn im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Am Dienstag sorgte die Meldung dafür, dass die infolge der Ukraine-Krise in diesem Jahr nicht besonders gut gelaufene RBI-Aktie noch einmal um mehr als 10 Prozent abstürzte. Wenigstens sagte Finanzvorstand Martin Grüll gegenüber der Nachrichtenagentur APA, dass man trotz des erwarteten Verlusts derzeit keinen Kapitalbedarf sehen würde. Die Dividende wurde noch nicht gestrichen, allerdings könnte dies noch folgen. Für Investoren bleibt es somit weiterhin mit Risiken verbunden, auf ein Comeback der RBI-Aktie zu setzen. Schließlich ist die Ukraine-Krise noch nicht endgültig gelöst, so dass weitere Negativmeldungen folgen könnten. Zudem rechnet die Bank mittelfristig nur noch mit einem Return on Equity vor Steuern von 14 Prozent und nicht wie zuletzt noch mit 15 Prozent.

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Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International


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