Kion: Endlich am Ziel

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Bildquelle: Pressefoto KION GROUP AG

Etwas mehr als ein Jahr hat es gedauert bis der Staplerhersteller Kion (WKN KGX888) in die zweite deutsche Börsenliga aufsteigen konnte. Doch damit ist das Unternehmen noch längst nicht am Ziel. Schließlich will die derzeitige Nummer zwei auf dem Weltmarkt bis zum Ende dieses Jahrzehnts mit Marken wie Linde, Still oder Baoli (China) ganz an die Spitze.

Angesichts konzernweiter Umsatzerlöse in 2013 von 4,5 Mrd. Euro oder einer Mitarbeiterzahl von über 22.000 gab es nie wirkliche Zweifel daran, dass Kion in den MDAX gehört. Doch zunächst einmal mussten KKR und Goldman Sachs weitere Anteile abstoßen, damit es in Sachen Streubesitz reicht. Allerdings waren diese Anteilsverkäufe zusammen mit der Ukraine-Krise und dem dadurch ausgelösten konjunkturfeindlichen Umfeld dafür verantwortlich, dass die Kion-Aktie nach einem Allzeithoch zu Beginn des Jahres bei etwas über 37 Euro inzwischen die seit Jahresbeginn 2014 erzielten Kursgewinne wieder eingebüßt hat.

Es bleibt abzuwarten, ob der MDAX-Aufstieg zum 22. September eine neuerliche Belebung bringt. Zwar kann sich das Papier zukünftig eines größeren Anlegerinteresses erfreuen, allerdings konnte die Kion-Aktie seit Bekanntwerden des Aufstiegs auch keine Bäume ausreißen. Damit war auch der positive Effekt, für den gute Ergebnisse im zweiten Quartal gesorgt hatten, relativ schnell verpufft.

Auf Unternehmensseite freute man sich im Juni-Quartal insbesondere über den starken Auftragseingang  im Kernmarkt Westeuropa, so dass konzernweit ein Plus im Vorjahresvergleich von 11 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro verzeichnet werden konnte. Zwar fielen die Erlöse minimal von 1,15 auf 1,14 Mrd. Euro, allerdings konnte das operative Ergebnis (EBIT) um 1,7 Prozent auf 109,5 Mio. Euro gesteigert werden. Während die Marge damit von 9,4 auf 9,6 Prozent kletterte, fiel der Nettogewinn wegen der Ablösung zweier Unternehmensanleihen und einmaliger, positiver Steuereffekte im Vorjahr von 41,8 auf 32,8 Mio. Euro.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Kurzfristig sollte der MDAX-Aufstieg weiteres Kurspotenzial liefern. Im Gegensatz dazu könnten die Ukraine-Krise und eine möglicherweise abnehmende Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft das in der Regel konjunkturabhängige Geschäft mit Staplern belasten. Wer auf steigende Kurse der Kion-Aktie setzen möchte, könnte das Derivate-Produkt mit WKN DZN3PL ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto KION GROUP AG


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