Bechtle: Dividende bleibt wichtig

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Bildquelle: Pressefoto Bechtle

Diblo Nachgefragt

In unserer Interview-Reihe wollen wir Unternehmen aus der D-A-CH-Region die Möglichkeit geben, sich kurz und knapp zu präsentieren. Die Idee hinter „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf deutsche Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig zur Verbesserung der Aktienkultur beitragen zu können.

Martin Link, Leiter IR der Bechtle AG.
Martin Link, Leiter IR der Bechtle AG.
Heute richtet sich der Blick auf den im TecDAX notierten IT-Dienstleister Bechtle (WKN 515870). Als Gesprächspartner stand uns Martin Link, Leiter IR der Bechtle AG, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Erklären Sie kurz, was ihr Unternehmen macht?

Martin Link: Bechtle ist als IT-Komplettanbieter mit rund 65 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv und zählt mit der Präsenz in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern für IT in Europa. Bechtle verbindet damit in seinem Geschäftsmodell IT-Dienstleistungen mit dem klassischen IT-Handelsgeschäft.

Die Börsenblogger: Nennen Sie die drei wichtigsten Elemente ihrer Equity-Story

Martin Link: Profitables Wachstum: Seit seiner Gründung als Ein-Mann-Unternehmen 1983 ist Bechtle kontinuierlich gewachsen. Größe ist in der IT-Branche wichtig, deshalb hat diese Wachstumsorientierung ihre Berechtigung. Allerdings Wachstum nicht um jeden Preis, sondern immer mit Blick auf die Profitabilität. Dank dieser konsequenten Ausrichtung haben wir uns zum umsatzstärksten und profitabelsten Systemhaus in Deutschland entwickelt.

Solide Bilanzstruktur. Bechtle zeigt mit einer Eigenkapitalquote von annähernd 60 Prozent und liquiden Mitteln von deutlich über 100 Mio. Euro eine kerngesunde Bilanz. Damit sendet Bechtle allen Stakeholdern, vor allem aber den Mitarbeitern, Kunden und den Aktionären ein wichtiges Signal: Auf Bechtle ist Verlass.

Stabile Aktionärsstruktur: Die Familie des Unternehmensmitgründers Gerhard Schick ist mit 35 Prozent an Bechtle beteiligt. Das sichert uns die nötige Unabhängigkeit, um das Unternehmen langfristig auszurichten. Insofern ist Bechtle vielmehr ein inhabergeführtes Familienunternehmen als eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft.

Die Börsenblogger: Welches sind die drei bedeutendsten Punkte für ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Martin Link: Im Systemhausgeschäft wollen unseren Anteil an höherwertigen Dienstleistungen wie Managed Services oder Cloud Services ausweiten und damit die Profitabilität erhöhen.

Im Handelsgeschäft wollen wir die Internationalisierung weiter vorantreiben – vor allem durch Allianzen mit Partnern in den jeweiligen Regionen.

Bechtle wird auch weiterhin ein sehr breites Portfolio rund um die IT vorweisen. Damit werden wir auch in Zukunft der erste Ansprechpartner für den industriellen Mittelstand und die öffentlichen Auftraggeber sein, wenn es darum geht, IT aus einer Hand zu bieten.

Bechtle-Zentrale in Neckarsulm
Bechtle-Zentrale in Neckarsulm
Die Börsenblogger: Welche sind die wichtigsten Entwicklungen in Ihrer Branche?

Martin Link: Mit Schlagworten gesagt: Mobile Computing, Big Data, Industrie 4.0, Cloud Computing.

Die Börsenblogger: Was bietet ihr Unternehmen besonderes für Kleinanleger?

Martin Link: Als inhabergeführtes und am langfristigen Unternehmenswert orientiertes Unternehmen bietet Bechtle zunächst allen seien Anlegern Sicherheit. Der wirtschaftliche Erfolg von Bechtle zeigt sich auch an der Performance der Aktie in den letzten Jahren. Wichtiger aber als Kursgewinne – die außerhalb unseres Einflusses stehen – ist Bechtle die angemessene Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg durch die Dividendenzahlung. Seit dem Börsengang im Jahr 2000 zahlt Bechtle jedes Jahr eine Dividende, die noch nie gekürzt, aber regelmäßig erhöht wurde. Im Jahr 2014 zahlte Bechtle eine Dividende von 1,10 Euro pro Anteilsschein und erreichte damit eine Dividendenrendite von rund 2 Prozent.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Die Reihe wird in den nächsten Wochen unregelmäßig fortgesetzt.

Bildquellen: Bechtle


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