Lufthansa: Noch kein Licht am Ende des Tunnels

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Lufthansa AG

Die Lufthansa-Aktie (WKN 823212) gehört am Freitag zu den größten Verlierern im DAX. Angesichts des Pilotenstreiks vom Mittwoch oder eines angedrohten Überflugverbots für europäische Airlines für den russischen Luftraum ist dies wenig überraschend. Auch deshalb hätte man es der Kranich-Airline gegönnt, dass aus den Spekulationen über eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer etwas wird. Doch leider scheint das Finanzministerium (vorerst) nicht mitspielen zu wollen.

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Gestern Vormittag hatte die Nachrichtenagentur Reuters die parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Katherina Reiche zitiert, wonach man über eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer nachdenken würde. Diese kostet die Lufthansa rund 350 Mio. Euro im Jahr. Kein Wunder also, dass man solche Diskussionen auf Unternehmensseite und bei Anlegern begrüßt. Doch relativ schnell folgte auch ein Dementi aus dem Finanzministerium. Eine Ministeriumssprecherin teilte gegenüber Reuters mit, dass es keinerlei Überlegungen gäbe, an der Luftverkehrsteuer etwas zu ändern.

Auch in Sachen Tarifstreit scheint es nur langsam voranzugehen. Zwar möchte der Konzern nächste Woche genauere Pläne für die angedachte Übergangsregelung in die Rente vorstellen, allerdings kann dies insbesondere die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit nicht wirklich beeindrucken. Und trotzdem geht der Konzernumbau unbeirrt weiter. Dabei scheint man nun den Flughafen Köln/Bonn als Heimatbasis für die neue Billigflug-Tochter für die Langstrecke auserkoren zu haben. Flughafen-Chef Michael Garvens sagte der „Rheinischen Post“, dass man über eine mögliche Ansiedelung der Langstrecken-Billigflug-Tochter verhandeln würde.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Investoren sollten vorerst jedoch in Bezug auf die Lufthansa-Aktie weiter abwarten. Das Papier kommt nach den jüngsten Negativschlagzeilen und Kursstürzen günstig daher, allerdings bleiben noch viele Unsicherheiten. Neben dem Pilotenstreik gäbe es Russlands Drohung, als Reaktion auf die jüngsten Sanktionen, den Luftraum für europäische Airlines zu sperren. Zudem ist es noch nicht sicher, dass die angestrengten Restrukturierungsmaßnahmen wie erhofft einschlagen werden. Wer trotzdem auf steigende Kurse der Lufthansa-Aktie setzen möchte, könnte das Derivate-Produkt mit der WKN DG1KSE ins Auge fassen. Das Derivate-Produkt mit der WKN DG1MMZ könnte wiederum etwas für Shorties sein.

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