RWE & E.ON versuchen es erneut

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Bildquelle: Pressebild E.ON

Die beiden großen deutschen Energieversorger E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) kommen voran. Zwar nicht, wenn es darum geht ein überzeugendes zukünftiges Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen, aber schon einmal, wenn es um weitere Sparmaßnahmen und Verkäufe von Beteiligungen geht.

Dabei will die „Rheinische Post“ aus Aufsichtsratskreisen erfahren haben, dass RWE sein Sparziel im Zuge des Programms „RWE Neo“ um mehrere Millionen Euro nach oben schrauben will. Aktuell sind Einsparungen in Höhe von etwa 800 Mio. Euro angesetzt. Die „Börsen-Zeitung“ hatte bereits am Mittwoch vermeldet, dass von den 20 für das Italien-Geschäft von E.ON ins Rennen gegangenen Interessenten sieben übrig geblieben sind, die zum sogenannten Datenraum zugelassen wurden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Neben Investition in Zukunftstechnologien und neue Märkte erhoffen sich die Düsseldorfer mit dem Verkauf auch eine weitere Senkung der Verschuldung, die Ende des Quartals bei knapp 30 Mrd. Euro lag. Zudem entflieht man einem Markt, der sehr stark von der Euro-Krise getroffen wurde. RWE muss sein Sparanstrengungen intensivieren, nachdem die Essener mit den Geschäftsergebnissen im zweiten Quartal selbst die nicht gerade wahnsinnig optimistischen Konsensschätzungen unterboten hatten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
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Trotzdem haben sich zuletzt sowohl die RWE-Aktie als auch die E.ON-Aktie zu einer kleinen Erholungsrallye aufgemacht. Allerdings bleibt es abzuwarten, wie nachhaltig diese ist. Schließlich haben sich die Marktbedingungen zuletzt nicht gerade aufgehellt, während mit der Ukraine-Krise ein großer Risikofaktor hinzugekommen ist. Jedefalls ziehen die JPMorgan-Analysten E.ON RWE vor, unter anderem weil sich die RWE-Aktie zuletzt etwas besser entwickelt hat und bei E.ON demnach mehr Aufwärtspotenzial zu vermuten sei. Auch deshalb wurde E.ON gestern Abend von „Neutral“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 14 auf 17 Euro angehoben. RWE wiederum wurde von „Neutral“ auf „Underweight“ abgestuft und das Kursziel von 26 Euro bestätigt. Wer trotzdem auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchte, könnte das Derivate-Produkt mit WKN DZP4C9 ins Auge fassen. Im Fall von E.ON käme wiederum das Derivate-Produkt mit der WKN DG1NAX infrage.

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Bildquelle: Pressebild E.ON


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