Im Fokus K+S: Aus dem Gröbsten raus?

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Bildquelle: Pressebild K+S

Die K+S-Aktie (WKN KSAG88) bleibt weiterhin in der ersten deutschen Börsenliga. Trotzdem ist der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller damit noch nicht aus dem Gröbsten raus. Zwar hatten sich die Preise für Kalidüngemittel zuletzt ein wenig stabilisiert, während die Nachfrage erfreulich ausfiel, allerdings muss sich noch herausstellen, wie nachhaltig diese positive Entwicklung tatsächlich ist.

Noch einmal Glück gehabt, wird man sich bei K+S sagen. Denn wie die Deutsche Börse am 3. September bekannt gab, wird es zum 22. September im MDAX, SDAX und TecDAX Veränderungen geben. Dagegen bleibt im Leitindex DAX vorerst alles beim Alten, obwohl der Medienkonzern ProSiebenSat.1 derzeit an der Börse deutlich mehr wert ist als K+S. Die Umsätze mit den Papieren reichten für einen DAX-Aufstieg jedoch nicht aus. Allerdings müsste die K+S-Aktie die Erholung der vergangenen Monate fortsetzen, um nicht wie zuletzt immer wieder als Abstiegskandidat zu gelten. Immerhin war der Wert einige Male für einen möglichen Abstieg in der Verlosung, nachdem das plötzliche Ende für das russisch-weißrussische Kali-Vertriebskartell BPC im Vorjahr für Turbulenzen an den weltweiten Kalimärkten und einen Kurssturz der K+S-Aktie gesorgt hatte.

Dabei stehen die Chancen für eine anhaltende Kurserholung gar nicht so schlecht. Trotz der Umsatz- und Gewinnrückgänge, der gesenkten Dividende sowie einer wenig optimistischen Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 konnten jüngst einige Hoffnungsschimmer ausgemacht werden. Genauso wie K+S, hatten auch andere Anbieter von Kalidüngemitteln in diesem Jahr eine gute Nachfrage bei einer gleichzeitigen Preisstabilisierung beobachten können. Zudem hat die angespannte Lage am Kalimarkt K+S dazu veranlasst, ein Sparprogramm aufzulegen, das bis 2016 Einsparungen im Volumen von rund 500 Mio. Euro generieren soll. Bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 14. August konnte man vermelden, dass von den für 2014 geplanten Einsparungen von 150 Mio. Euro die Hälfe bereits erreicht worden sei.

Zwischen April und Juni wurde trotzdem ein Rückgang beim Gewinn aus fortgeführten Geschäften um 23,4 Prozent auf 81,1 Mio. Euro ausgewiesen. Das operative Ergebnis EBIT I fiel im Vergleich zum Vorjahr zwar nur um 3,3 Prozent auf 157,3 Mio. Euro, allerdings profitierte K+S von einem positiven Einmaleffekt. Die Umsatzerlöse fielen um 10,2 Prozent auf 785,7 Mio. Euro. Gleichzeitig stellen der mögliche Wegfall von positiven Aufholeffekten bei der Kalidüngemittel-Nachfrage, die anhaltende Menge-vor-Preis-Strategie des russischen Anbieters Uralkali und die Rentabilität des kanadischen „Legacy-Projekts“ einige Unsicherheiten für den Geschäftserfolg und eine weitere Erholung der K+S-Aktie dar. Im Gegensatz dazu sprechen das weltweite Bevölkerungswachstum und der damit eingehende Nachfrageanstieg bei Lebens- und Düngemitteln dafür, dass K+S langfristig auf den Erfolgspfad zurückfinden könnte.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der K+S-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT3T87) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,17, die Knock-Out-Schwelle bei 17,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX7UUY, aktueller Hebel 3,36; Knock-Out-Schwelle bei 30,05 Euro) auf fallende Kurse der K+S-Aktie setzen.

Stand: 09.09.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressebild K+S


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