Bei E.ON läuft das Geschäft – ein gutes Zeichen

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Gestern hatte ich mich ja schon über die Wandlung von Deutschlands führendem Versorger ausgelassen. Daher verweise ich einfach auf den letzten E.ON-Artikel und wende mich gleich den heute veröffentlichten Zahlen zu. Die fielen nämlich deutlich besser als erwartet aus und und zudem konnte der Ausblick überzeugen. Aber der Reihe nach.

Neun-Monats-Zahlen überzeugen

Ein Blick in die Pressemitteilung des Konzerns macht es deutlich (Hervorhebungen von mir):

Mit einem Adjusted EBIT von rund 7,7 Mrd Euro liegt E.ON auch nach neun Monaten mit einem Minus von 45 Mio Euro nur knapp unter dem guten Vorjahresniveau, obwohl im Stromgeschäft und Gasgeschäft immer noch leichte Absatzrückgänge das Bild prägen. Ohne Währungsumrechnungseffekte, die das Ergebnis aus Großbritannien und Schweden in Euro mindern, wäre das operative Ergebnis sogar besser als im Vorjahr und zeigt, dass E.ON sich im operativen Geschäft weiter verbessert hat. Vor allem eine vorausschauende Hedging-Strategie, Erfolge des laufenden Effizienzsteigerungsprogramms PerformtoWin und erste Wirkungen der Wachstumsinvestitionen der vergangenen zwei Jahre tragen hierzu bei.

Die Umsatzerlöse verringerten sich leicht um zwei Prozent auf 59,3 Mrd Euro. Wesentliche Ursachen waren der geringere Gasabsatz und rückläufige Verkaufspreise für Öl und Gas im Geschäft der Market Unit Pan-European Gas, Währungseffekte sowie geringere Erzeugungsmengen aus Kern- und Wasserkraftwerken bei E.ON Nordic.

Damit wird deutlich, dass zumindest im Stromgeschäft die Krise beendet ist. Das Handelsblatt erkennt in den Zahlen ein „ein gutes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die FTD sieht sich begeistert.

Ausblick überrascht positiv

Besonders der Ausblick sorgt am Markt für Jubelstimmung. Konkret heißt es von E.ON:

Für das laufende Jahr 2009 geht E.ON davon aus, beim Adjusted EBIT das hohe Niveau des Vorjahres zu erreichen. Der bereinigte Konzernüberschuss wird jetzt voraussichtlich um rund 3 bis 5 Prozent niedriger als im Vorjahr liegen. Zuvor hatte E.ON einen Rückgang um 5 bis 10 Prozent prognostiziert.

Die E.ON-Aktie gewinnt derzeit mehr als 1,5 Prozent und stützt als DAX-Schwergewicht den deutschen Markt. Die Aktie kann damit den jüngsten Aufwärtstrend weiter fortsetzen und sich vom April-Tief bei fast 18 Euro mehr und mehr entfernen.


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