Samsung – der Wandel einer Marke

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Bildquelle: Pressefoto IBM

2014 gilt in der fernöstlichen Tradition als Jahr des Pferdes – einem rastlosen Wesen, welches einen unbändigen Bewegungsdrang hat und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern ist. Das passt zu einem Unternehmen, dass sich laut Firmenphilosophie mehr oder weniger als Weltveränderer – oder besser noch Weltverbesserer – verstanden wissen möchte: Samsung (WKN 896360). Gleichzeitig steht das „Pferd“ auch für Turbulenzen, die es zu überstehen gilt.

Weiterhin Branchenführer bei Smartphones

Diese Turbulenzen sind momentan durchaus auch vorhanden. Im vergangenen Quartal hat der koreanische Technologiekonzern 20 Prozent weniger Gewinn erwirtschaftet als im Vergleichszeitraum 2013. Damit berichtete Samsung zum dritten Mal in Folge einen Ergebnisrückgang. Die Ursache ist der sinkende Durchschnittsverkaufspreis bei Smartphones, der durch den Trend zu immer billigeren Geräten entsteht. Das deckt sich mit den Zahlen des Marktforschungsunternehmens IDC, wonach der Marktanteil der Koreaner in diesem Segment von 32 auf 25 Prozent gesunken ist.

Damit bleibt Samsung jedoch weiterhin mit Abstand der Branchenprimus, denn der schärfste Konkurrent – Apple – beansprucht nur knapp 12 Prozent des Kuchens für sich. Beide Unternehmen gehören übrigens zu den Champions im boerse.de-Aktienbrief.

Dass die Geschäfte bei den Amerikanern derzeit besser flutschen, liegt meiner Meinung nach lediglich an der Art und Weise, wie beide Firmen (noch) von den Konsumenten wahrgenommen werden. Der Erfolg von Apple fußt auf dem Mythos der Andersartigkeit, dem Kampf David gegen Goliath, der Revolution im IT-Bereich, einem gewissen Lifestyle und Luxusgefühl. Apple ist also, um im Pferdebild zu bleiben, ein richtiges Vollblut.

Die Etablierung einer Marke

Im Gegensatz dazu standen die Koreaner bisher für rationale Argumente wie Preis und Funktionalität. Dieses Bild hat sich jedoch mittlerweile gewandelt. Der Wert der einstigen Wald-und-Wiesen-Marke „Samsung“ ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und liegt derzeit bei etwa 40 Milliarden Dollar. Bis 2020 möchte der Konzern zu den fünf wertvollsten Marken der Welt gehören. Aus dem Ackergaul wird ein konsumentenfreundliches Warmblut.

Dafür legt sich das Unternehmen richtig ins Zeug, jährlich werden etwa fünf Prozent des Umsatzes für das Marketing eingesetzt. Das Ziel ist es, eine hohe Kundenloyalität aufzubauen, unabhängig vom Preis. In Deutschland genießen die Handys von Samsung jetzt schon einen besseren Ruf als die Produkte von Apple. Langfristig ist der Konzern also mit seiner Strategie auf Kurs, die jüngsten Vierteljahresergebnisse sollten nicht überbewertet werden.

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Anleger konnten sich in den vergangenen zehn Jahren bereits über eine Kursrendite in Höhe von 12,3 p.a. freuen, die Gewinnkonstanz lag bei 76 Prozent. Meiner Meinung ist da in der Zukunft noch etwas mehr drin. Das Anlage-Risiko liegt jedoch angesichts der Verlust-Ratio von 2,45 etwas höher als beim durchschnittlichen Champion; bei einem Technologiewert ist dies jedoch eher die Regel als die Ausnahme.

Stand: 01.09.2014/ Ein Gastkommentar der Aktien-Ausblick-Redaktion
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Bildquelle: Pressefoto IBM


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