Wochenrückblick KW33: Commerzbank kommt nicht in Tritt, Bären in Wartestellung

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der vergangene Woche hätte eigentlich ganz positiv zu Ende gehen können, wenn nicht der Krisenherd kurz vor Schluss dem ganzen einen Riegel vorgeschoben hätte. Doch anstatt mit einem DAX jenseits der 9300er Marke ins Wochenende zu gehen, sorgten Meldungen über russisch-ukrainische Kämpfe die Kurse einbrechen. Auf Wochensicht legte der DAX zwar immerhin leicht zu, aber die Bullen hatten mit mehr gerechnet. Positiv ist der kleine Zugewinne dennoch. Allerdings sollte man sich immer vor Augen führen, dass eine kleine Meldung ausreicht, um den Bären wieder Oberwasser zu verleihen. Ob dann die Sommerkorrektur nicht doch noch an Fahrt gewinnt, ist längst nicht ausgeschlossen.
Ausgeschlossen ist indes weiterhin die Rallye bei der Commerzbank (WKN CBK100). Zwar sorgen Meldungen über die Rückkehr der Dividendenzahlungen im kommenden Jahr ebenso wie eine Aufstufung durch Equinet („Buy“, Kursziel 13 Euro; zuvor „Hold“) für gute Laune. Doch überzeugend fielen die Kursgewinne dennoch nicht aus. Die 11-Euro-Marke ist weiterhin nicht in Sicht und eine generell positivere Stimmung den Banken gegenüber ist ebenfalls nicht in Sicht. Es bleibt also spannend in diesem Sommertheater. Der DAX steht weiter unter dem Einfluss der Geopolitik und wartet auf das Ende der Sommerpause. Spätestens in 2 Wochen dürfte die gute Laune dann wieder losgehen.

Neue Studie: Goldener Börsenherbst 2014

Langfristig orientierte Anleger sollten die jetzigen Abschläge der Sommerkorrektur für eines nutzen: Zum Nachkaufen und die günstigen Kurse als Schnäppchenpreise bei vielen Blue-Chips ansehen. Fünf solcher Aktien haben wir herausgefiltert, die in den kommenden Monaten bis zum Jahresende die möglicherweise anziehende Volatilität des Aktienmarktes gut überstehen sollten. Denken Sie vor allem „über den Tellerrand“ hinaus. Mit diesen fünf Aktien gehen Sie sicher und gelassen in die kommenden Börsenjahre 2015 sowie 2016. Mehr dazu im SHOP.

Aus Deutschland

Der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88) musste wenig überraschend auch im zweiten Quartal 2014 Umsatz- und Gewinnrückgänge im Vorjahresvergleich ausweisen. Allerdings gab es auch dieses Mal einige positive Signale, die auf eine anhaltende Erholung bei dem im Vorjahr stark gebeutelten DAX-Konzern schließen lassen. Mehr dazu hier.
Den beiden großen deutschen Energieversorgern E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) macht die Energiewende weiterhin zu schaffen und lässt deren Stammgeschäft wegbrechen. Während RWE im ersten Halbjahr 2014 mit seinen schrumpfenden Ergebnissen selbst die nicht gerade sehr hohen Markterwartungen enttäuschte, konnte E.ON den Gewinnrückgang überraschend niedrig halten und so Hoffnungen auf eine Erholung des Aktienkurses wecken. Näheres über die aktuellen Kurschancen beleuchten wir in unserem aktuellen Newsletter Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau. Wer das kostenfreie PDF jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden.
Im Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2013/14 konnte Heidelberger Druck (WKN 731400) auch zur Freude der Anleger nach fünf Verlustjahren endlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Allerdings fiel der Auftakt in das neue Geschäftsjahr 2014/15 enttäuschend aus, so dass die Aktie des Druckmaschinenherstellers am Mittwoch deutliche Verluste verzeichnet und auf den letzten Platz im SDAX zurückfällt. Dabei dürfte es verfrüht sein, alle Turnaround-Bemühungen wegen eines kleinen Ausrutschers im traditionell schwachen Juni-Quartal in Frage zu stellen. Mehr dazu hier.
Es war klar, dass Borussia Dortmund (WKN 549309) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 nicht ganz an die Erfolge des Jahres zuvor herankommen konnte. Immerhin konnte man 2012/13 noch sensationell in das Finale der UEFA Champions League einziehen. Allerdings zeigte der einzige börsennotierte Fußballverein Deutschlands einen Tag nach dem Gewinn des Supercups gegen Bayern München, dass man sich auch finanziell weiterhin auf Erfolgskurs befindet.
Die Aktie des Hightech-Maschinenbauers Manz (WKN A0JQ5U) gehörte zuletzt zu den Top-Performern im TecDAX. Kein Wunder, schließlich konnte Manz den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte sowohl für das zweite Quartal wie auch das erste Halbjahr verbuchen. Gleichzeitig sieht es danach aus, als würde der Wachstumskurs ungebremst fortgesetzt werden können. Mehr dazu hier.

Internationales

Spannende Kurschancen ergeben sich derzeit beim Schweizer Leitindex SMI. Mehr dazu aus Sicht von Point&Figue finden sich in unserem aktuellen Newsletter. Wer die kostenfreie „Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau“ jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden.
Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV (WKN 874341) hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Produktion zu einem größeren Teil in stabile politische Regionen zu verlagern. Wie wichtig das Vorhaben ist, zeigte sich im ersten Halbjahr 2014. Schließlich hatte der Konzern neben schwachen Margen im Raffineriegeschäft mit allerhand Problemen zu kämpfen, die aus politischen Turbulenzen entstanden sind. Mehr dazu hier.
Auf diese Nachricht mussten Andritz-Aktionäre (WKN 632305) lange warten: Der Anlagenbauer hat das Ergebnis im ersten Halbjahr 2014 um 42,2 Prozent auf 66,7 Mio. Euro gesteigert. Zwar war der Gewinnsprung von Analysten erwartet worden. Dennoch scheint die Trendwende allmählich Gestalt anzunehmen.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Quartalszahlen stehen in der nächsten Woche zahlreiche Unternehmen im Blick. So berichten u.a. Hertz Global (Montag); Hewlett-Packard, Home Depot, Lindt & Sprüngli, Medtronic, Sixt, Wienerberger, zooplus (Dienstag); Lowe’s, PetSmart, Staples, Swisscom, Target (Mittwoch); Gap, INDUS, Raiffeisen Bank International, RTL Group, Salesforce.com, Sears, VTG (Donnerstag); Foot Locker (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Montag
11:00 Uhr: EU; Handelsbilanzsaldo (Juni)
16:00 Uhr: USA; NAHB Wohnungsmarktindex (August)

Dienstag
10:00 Uhr: EU; Leistungsbilanzsaldo (Juni)
14:30 Uhr: USA; Verbraucherpreise (Juli)
14:30 Uhr: USA; Baubeginne (Juli)
14:30 Uhr: USA; Baugenehmigungen (Juli)

Mittwoch
08:00 Uhr: D; Erzeugerpreise (Juli)
20:00 Uhr: USA; Fed Minutes vom 29./30. Juli 2014

Donnerstag
09:30 Uhr: D; Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (August)
09:30 Uhr: D; Einkaufsmanagerindex Dienste (August)
10:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (August)
10:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex Dienste (August)
10:00 Uhr: EU; Einkaufsmanagerindex Gesamt (August)
14:30 Uhr: USA; Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
16:00 Uhr: EU; Verbrauchervertrauen (August)
16:00 Uhr: USA; Frühindikatoren (Juli)
16:00 Uhr: USA; Philly-Fed-Index (August)
16:00 Uhr: USA; Verkauf bestehender Häuser (Juli)

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