Drillisch-Aktie: Neue Kaufargumente

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Bildquelle: Drillisch

Nach der positiven Entwicklung in den vergangenen Tagen macht die Erholungsrallye bei der Drillisch-Aktie (WKN 554550) am Freitag erst einmal Pause. Dabei hatte der Mobilfunkanbieter in dieser Woche trotz geringerer Umsätze für das zweite Quartal eine Ergebnisverbesserung präsentiert. Allerdings richtet sich der Blick schon jetzt auf neue Mobilfunknetzkapazitäten, die für frische Wachstumsimpulse sorgen sollen.

Im Zuge der E-Plus-Übernahme durch Telefónica Deutschland (WKN A1J5RX) mussten zur Beruhigung der Kartellwächter Netzkapazitäten abgegeben werden. Dabei hat sich Drillisch insgesamt bis zu 30 Prozent der Netzkapazität gesichert, die dem entstehenden Gemeinschaftsunternehmen zur Verfügung stehen werden. Die Grundlaufzeit des Vertrages beträgt 5 Jahre, in der Drillisch mindestens 20 Prozent des gemeinsamen Netzes von Telefónica Deutschland und E-Plus exklusiv nutzen will. Daneben bestehen weitere Optionen, die die Vertragslaufzeit insgesamt bis auf 15 Jahre verlängern können. Um den Vertrieb auch abseits des bisherigen Internetangebots zu stärken werden zusätzlich 50 Shop-Standorte von Telefónica übernommen, während eine Option auf bis 550 weitere Standorte vereinbart wurde.

Der Drillisch-Aktie dürfte die neue Wachstumsstrategie neue Kursimpulse bescheren, nachdem diese zuletzt angesichts eines steilen Aufwärtstrends des TecDAX-Papiers und der hohen Bewertung zuletzt immer schwerer zu finden waren. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2014 waren zwar ordentlich, konnten aber niemanden vom Hocker reißen. Während die Erlöse im Vorjahresvergleich um 2,5 Prozent auf 70,4 Mio. Euro fielen, stieg das EBITDA um 21,8 Prozent auf 21,8 Mio. Euro. Dagegen schrumpfte der Nettogewinn um 24,7 Prozent 13,2 Mio. Euro. Allerdings profitierte man im Vorjahr noch von einem Beteiligungsverkauf. Gleichzeitig zeigte man sich bei den Jahreszielen etwas optimistischer, was für die Analysten jedoch nicht gerade überraschend kam. Demnach soll beim EBITDA das obere Ende der Prognose von 82 bis 85 Mio. Euro erreicht werden. Für das Jahr 2015 ist eine weitere Steigerung des EBITDA auf 95 bis 100 Mio. Euro geplant. Außerdem sollen für 2014 und 2015 mindestens 1,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Auch wenn es noch nicht sicher ist, ob Drillisch mit Hilfe der geplanten Investitionen und Netzkapazitäten wie gewünscht wachen kann, könnten Anleger die jüngste Korrektur der Aktie um etwas mehr als 10 Prozent zum Einstieg nutzen. In den vergangenen Jahren waren solche Gelegenheiten selten, da der Wert fast nur den Weg nach oben kannte. Wer auf steigende Kurse der Drillisch-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN HY3N3A ins Auge fassen.

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Bildquelle: Drillisch


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