Salzgitter: Licht und Schatten

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Bildquelle: Pressefoto Salzgitter AG

Die Salzgitter-Aktie (WKN 620200) konnte am Mittwoch einen positiven Start in den Tag verbuchen. Schließlich hat Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern ein überraschend gutes Vorsteuerergebnis für das erste Halbjahr 2014 präsentiert. Doch schon am Mittag rutschte das Papier in die Verlustzone, da die Anleger schnell merkten, dass man die positive Entwicklung vor allem der Aurubis-Beteiligung zu verdanken hatte und es derzeit nicht wirklich nach einer schnellen Erholung des europäischen Stahlmarktes aussieht.

Im ersten Halbjahr lag das Vorsteuerergebnis bei minus 4,2 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr wegen hoher Abschreibungen ein Verlust von 300,8 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Neben der Beteiligung an Aurubis (WKN 676650) hatten aber auch die Früchte der jüngsten Sparmaßnahmen zu dem überraschend positiven Ergebnis beigetragen. Unter dem Strich verbuchte Salzgitter einen Verlust von 15,9 Mio. Euro. Allerdings ist dies kaum mit dem Minus von 315,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013 gleichzusetzen.

Ohne den Beteiligungserfolg sah das Bild etwas weniger freundlich aus. Dem Unternehmen machen weiterhin der Preisdruck am europäischen Stahlmarkt und die wegen der schwachen Konjunktur enttäuschende Nachfrage zu schaffen. Die konzernweiten Erlöse fielen daher zwischen Januar und Juni um 8,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Immerhin konnten die Jahresziele bestätigt werden. Demnach sollen die Umsätze bei fast 10 Mrd. Euro liegen, während sich das Vorsteuerergebnis der Gewinnschwelle annähern soll.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Allerdings könnte die Ukraine-Krise die Aussichten noch einmal eintrüben und so auch eine Erholung der Salzgitter-Aktie verhindern. Konzernchef Jörg Fuhrmann hatte schon im Mai davor gewarnt, dass die Ukraine ihre Stahlerzeugnisse verstärkt in Europa verkaufen könnte, wenn Russland als Kunde wegfällt, was zu noch mehr Überkapazitäten hierzulande führen würde. Gleichzeitig wirkt sich die Krise auf die Konjunktur aus und droht die Erholungstendenzen in der Eurozone zu ersticken. Wer jedoch nach den jüngsten Kursverlusten auf eine Gegenbewegung spekulieren möchte, könnte das Produkt mit der WKN HY48EX ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Salzgitter AG


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