USA: Verdiente Verschnaufpause nach der Rekordjagd

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Mit direkten Aussagen zum Aktienmarkt halten sich führende Zentralbanker gewöhnlich zurück. Insofern sorgte Fed-Chefin Janet Yellen mit ihrem Auftritt vor dem Bankenausschuss des US-Senats Mitte Juli für Verwunderung an den Märkten. Denn sie äußerte die Ansicht, dass Aktien aus bestimmten Branchen wie Biotechnologie und Social Media überbewertet seien.

Prompt kam es in den entsprechenden Sektoren zu empfindlichen Kursrücksetzern. Dann sorgte auch noch Ex-Fed-Chef Alan Greenspan für weitere Turbulenzen, als er vor einer scharfen Korrektur an den Aktienmärkten warnte. Seine Äußerungen stehen vor dem Hintergrund zunehmender Sorgen, dass die rekordniedrigen Zinsen zu Vermögenspreisblasen führen. Dabei war es doch Greenspan selbst, der in seiner mehr als 18-jährigen Amtszeit mit einer extremen Politik des billigen Geldes die Exzesse an den Finanzmärkten gefördert – wenn nicht sogar ausgelöst – hat. Wie dem auch sei: Anfang August kam es zur größten Korrektur an den US-Börsen seit dem Frühjahr.

Aus Bewertungsgesichtspunkten sind die US-Aktien von den Extremwerten der Jahre 2000 und 2007 zwar noch ein gutes Stück entfernt, im historischen Vergleich aber auch nicht mehr günstig. In den vergangenen Jahren gab es größere Korrekturen zudem immer dann, wenn ein Quantitative-Easing-Programm der Fed ausgelaufen war. Das aktuelle Anleihekaufprogramm von ursprünglich 85 Mrd. Dollar pro Monat wird voraussichtlich im Oktober auf null heruntergefahren sein.

Mit besonderer Spannung fiebern Börsianer daher derzeit auch der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten entgegen. Denn dadurch erhoffen sie sich Aufschluss über den Zeitpunkt einer Leitzinserhöhung. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Verbraucherpreisen. Bei der Bekanntgabe der jüngsten Zahlen konnten Anleger aufatmen: Mit einem Plus von 0,3 Prozent lag der Preisauftrieb im Juni exakt im Rahmen der Erwartungen. Damit schwächte sich die Inflation gegenüber dem Vormonat leicht ab, als ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet wurde. Die Aufregung ist verständlich. Schließlich implizieren steigende Zinsen, dass verzinsliche Anlagen tendenziell attraktiver werden. Ab einem bestimmten Niveau kann das dazu führen, dass Anleger Geld aus dem Aktienmarkt abziehen.

Dabei zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass steigende Leitzinsen nicht unbedingt mit schwächeren Aktienkursen einhergehen müssen. Im Gegenteil: Oftmals steigen die Kurse in der Anfangsphase einer Serie von Zinsanhebungen weiter, da diese eine robuste Verfassung der Konjunktur widerspiegeln. Von dieser Warte aus betrachtet spricht also erst einmal nichts gegen eine Fortsetzung der Rallye. Allerdings dürften die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen, zumal auch die geopolitischen Krisenherde immer wieder für Dämpfer sorgen dürften.

Quelle: Guidants Index-Analysen
Quelle: Guidants Index-Analysen

Mit einem Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000DT2L1V7) von der Deutschen Bank können sich Anleger auf dieses Spannungsfeld einstellen. Das bis Juni 2015 laufende Papier ermöglicht einen Bonus, der einem Indexstand des S&P 500 von 2.050 Punkten (Cap) entspricht. Wenn der US-Leitindex stets über 1.550 Punkten bleibt, erzielt das Rabatt-Papier die Maximalrendite von 6,0 Prozent oder 6,9 Prozent p.a. Wenn die Barriere verletzt wird, entfällt der Bonus und die Rückzahlung erfolgt am Laufzeitende wie bei einem klassischen Tracker.

Fazit: Das Capped Bonus-Zertifikat auf den S&P 500 ermöglicht eine Rendite von 6,0 Prozent, wenn der amerikanische Leitindex während der gesamten Laufzeit bis Juni 2015 stets oberhalb der Marke von 1.550 Punkten notiert. Der Index darf also um bis zu 19,8 Prozent fallen, ohne die Maximalrendite zu gefährden. Das bis Juni 2015 laufende Papier ermöglicht einen Bonus, der einem Indexstand des S&P 500 von 2.050 Punkten entspricht. Weil das Papier derzeit mit kaum nennenswertem Aufgeld gehandelt wird, sind Anleger bis zum Cap von 2.050 Zählern immer besser gestellt als mit einem Direktinvestment. Alles in allem ist das Papier auch für konservative Anleger zur Depotbeimischung geeignet.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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