DAX mit Licht am Horizont

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Auch wenn eher enttäuschende Konjunkturdaten und die politische Großwetterlage zuletzt für negative Stimmung an den Aktienmärkten gesorgt hatten, könnte die Stimmung auch ganz schnell wieder drehen. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Impulsgeber zu schauen.

Der August knüpft nahtlos an den schwachen Juli an. Fast durchweg rote Vorzeichen. Dabei konnten sich die Unternehmenszahlen mehrheitlich durchaus sehen lassen. Die Börse spielt jedoch die Zukunft und nicht die Vergangenheit. Das scheint Anleger derzeit zu beunruhigen. Der ifo-Index sank nun schon drei Monate in Folge – kein gutes Zeichen. Reihenweise melden Konzerne Kostensenkungsmaßnahmen. Die Tragweite der Krise rund um Russland ist noch gar nicht absehbar. Nun aber genug der Schwarzmalerei. Die Kursentwicklungen am Freitagnachmittag sollten Mut machen. Nicht unbedingt gleich blind einzusteigen, aber einige Titel auf die Watchlist zu setzen.

Versorger und K+S im Fokus
In Deutschland biegt der Zahlenreigen auf die Zielgerade ein. Unter den Blue-Chips melden unter anderem Henkel, E.On,  K + S, RWE und ThyssenKrupp. Die beiden Versorger hatten kürzlich eine Zwischenrallye auf das Parkett gelegt. Einen Teil der Gewinne mussten sie zwar inzwischen wieder abgeben. Dennoch scheint die Stimmung allmählich zu drehen. Ob das durch Zahlen nun untermauert wird? K+S verlor in den vergangenen Monaten ebenfalls viele Investoren. Auslöser war der Preisverfall bei Düngemittel. Die Düngemittelpreise haben sich zwar stabilisiert. Eine klare Wende nach oben ist dennoch noch nicht in Sicht. Der DAX®-Konzern hat jedoch kürzlich drastische Kostensenkungsmaßnahmen verkündet. Ob sie jetzt schon wirken?

Die zweite Reihe birgt Spannung  
In den kommenden Tagen kommen einige Konzern, die derzeit mit kritischem Blick von den Anlegern beobachtet werden. Dazu zählen unter anderem Aurubis, Bilfinger und Salzgitter. Der Kupferhändler und Stahlkonzern leiden unter den niedrigen Preisen. Der Baukonzern meldete bereits zwei Gewinnwarnungen. Der Konzernchef Roland Koch nahm bereits seinen Hut. Nun werden Anleger gespannt auf die Einschätzungen des neuen Chefs warten. Zudem wird es unter anderem noch von Areal Bank, Leoni, Nordex und TUI  Zahlen geben. Der Automobilzulieferer Leoni zeigte in den vergangenen Monaten eine starke Entwicklung – wenngleich die Aktie zuletzt vom Gesamtmarkt mit nach unten gezogen wurde. Angesichts der guten Zulassungszahlen bei BMW, Daimler und VW dürften die Daten bei Leoni ebenfalls gut aussehen. Die Kostensenkungsmaßnahmen bei Daimler und VW könnten hingegen mittelfristig auch Leoni treffen. Nordex hingegen konnte zuletzt zahlreiche Aufträge an Land ziehen und hob die eigenen Prognosen für das Gesamtjahr nach oben. Nun werden wir sehen, ob sie im Plan liegen.

Technisch spannend
Beiersdorf setzt aktuell auf dem September-Tief auf. Gibt’s nun einen Rebound? Daimler unterschritt vergangene Woche kurzzeitig die 61,8%-Retracementlinie. Zum Wochenschluss wurde sie wieder überfahren. Es gibt gar erste Anzeichen, dass der kurzfristige Abwärtstrend durchbrochen wird. Eine Bestätigung sollte allerdings erst noch abgewartet werden. Die Deutsche Bank steht kurz vor dem Ausbruch über die Widerstandslinie bei EUR 24,90. Gelingt es, hat die Aktie Luft bis EUR 25,30. Eine Rallye könnte es frühestens dann geben, wenn diese Marke ebenfalls überwunden ist. ThyssenKrupp notiert an der Untergrenze des mittelfristigen Aufwärtstrends. Solange die Trendlinie hält, hat die Aktie aus technischer Sicht Luft bis EUR 23.

Was kommt von der fundamentalen Seite?
In der kommenden Woche seht in Deutschland unter anderem der ZEW-Indikator und Zahlen zum BIP im 2. Quartal an. Aus China kommen Zahlen zur Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz. In USA werden Zahlen zum Arbeitsmarkt, Einzelhandelsumsatz, Industrieproduktion und Konsumklima veröffentlicht.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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