adidas-Aktie: Talsohle erreicht

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Absturz bei der adidas-Aktie (WKN A1EWWW) scheint ein Ende gefunden zu haben. Zumindest ist seit dem Absturz am Donnerstag eine Stabilisierung des Kurses zu beobachten. Mittlerweile haben auch die meisten Analysten die Gewinnwarnung eingearbeitet, so dass sich nun wieder ein klareres Bild für die adidas-Aktie ergibt.

Eins ist sicher: Vertrauen in adidas ging in den letzten Tagen auf jeden Fall verloren. Das betrifft nicht nur aktuelle Anleger, sondern auch Beobachter. Bei Analysten sieht es nicht anders aus, sonst wären die Urteile nicht zum Teil so hart ausgefallen. Größter Knaller war dabei sicher zuletzt die Privatbank Berenberg, die die Aktie von „Buy“ auf „Sell“ herabgestuft und das Kursziel von 88 auf 50 Euro reduziert hat. Es erscheint fast panisch, diese 180-Grad-Drehung. Deutlich weniger panisch waren da die Kollegen von der Deutschen Bank, die den Titel von „Hold“ auf „Sell“ reduzierten und das Kursziel auf 51 Euro (zuvor: 78 Euro) gesenkt haben. Das waren dann aber schon die größten Pessimisten. Bei vielen Analysten lautet das Urteil dagegen nun Hold/Neutral bei Kurszielen zwischen 60 und 65 Euro.

Doch es gibt auch weiterhin einige Analysten, die auf adidas und seine weltweite Markenbekanntheit setzen. Immer ist der Konzern Ausrüster des Fußballweltmeisters Deutschland sowie des Vize-Weltmeisters Argentinien. Und daraus sollte sich doch eigentlich noch immer jede Menge Kohle ziehen lassen. Zumal adidas ja erst jüngst Rekordumsätze im Fußballbereich angekündigt hat, die von der Gewinnwarnung nicht betroffen waren. Größter Optimist ist derzeit Independent Research („Kaufen“). Deren Kursziel wurde von 97 auf 80 Euro gesenkt. Goldman Sachs dagegen reduzierte sein Kursziel von 109 Euro auf nun noch 77,50 Euro. Allerdings verlor adidas hier seinen Platz in der Conviction Buy List und rangiert nun nur noch mit „Buy“. Andere Kaufempfehlungen sehen Kursziele von um die 70 Euro vor.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Wie man sieht, sind sich die Analysten alles andere als einig. Bildet man aus den Analysen nun mal den Durchschnitt landet man irgendwo bei um die 65 Euro. Dies erklärt ein Stückweit auch die derzeitige Konsolidierung. Doch ob die 60-Euro-Marke wirklich so schnell wieder überwunden werden kann, hängt nun von adidas ab, inwiefern sie die Anleger von ihrer Strategie überzeugen können. Eins ist sicher: Russland wird auf absehbare Zeit ein Problem bleiben, von daher ist die Abkehr von dort richtig. Das Golf-Geschäft ist ebenfalls seit langem ein Problemkandidat, von daher sind die Maßnahmen dort ebenfalls sinnvoll. Die Hinwendung zum Fußball kommt indes spät, aber sicher immernoch zum richtigen Zeitpunkt. Noch ist die Fußball-WM ein wichtiges Thema und die Saison in den nationalen Ligen beginnt ebenfalls erst. Adidas hat also einiges an Porzellan zerschlagen, aber die Rückbesinnung auf die Kernmarke Fußball könnte auch etwas heilsames bewirken. Anleger, die gehebelt auf eine Erholung der adidas-Papiere setzen wollen, können sich mal das Produkt mit der WKN HY42Q7 anschauen.

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