Verbund: Nun herrscht Klarheit

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Bildquelle: Pressefoto © VERBUND

Nach der Gewinnwarnung des österreichischen Versorgers Verbund (WKN 877738) herrscht nun einmal mehr Klarheit: Auch in Österreich sind die goldenen Zeiten von großen Versorgern vorbei. Der Gewinneinbruch fiel erwartungsgemäß deutlich aus. Für die Aktie ist derweil kein Ende des Abwärtstrends in Sicht.

Die Gründe für den deutlichen Ergebniseinbruch sind vielschichtig. Neben der niedrigen Wasserführung der Flüsse in Österreich und Bayern beeinflussen auch die weiter gesunkenen Großhandelspreise für Strom das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2014. Hinzu kommen Einmalaufwendungen für die Schließung bzw. temporäre Stilllegung der Wärmekraftwerke. Alles in allem sank der Umsatz um 15 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Daneben gingen das EBITDA um 56 Prozent auf 354,8 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 86 Prozent auf 56,6 Mio. Euro zurück.

Der Rückgang zeigt sich besonders stark im Vergleich zum Ergebnis der Vorjahresperiode, das durch umfangreiche positive Einmaleffekte aus dem Asset-Swap mit E.ON (WKN ENAG99) gekennzeichnet war. Aber auch das um diese Einmaleffekte bereinigte Ergebnis ist gesunken. Das bereinigte EBITDA verminderte sich um 33,4 Prozent auf 421,0 Mio. Euro, das Konzernergebnis um 62,6 Prozent auf 93,6 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft im zweiten Halbjahr nun ein EBITDA von rund 690 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von rund 70 Mio. Euro.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Für die Aktie sind das einmal mehr keine guten Nachrichten. Der Abwärtskurs dürfte sich derweil fortsetzen. Absicherung nach unten bietet lediglich die Dividende. Die geplante Dividende orientiert sich unverändert an einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses, das bei rund 150 Mio. Euro (Vorjahr: 384 Mio. Euro) gesehen wird. Damit dürfte die Dividende bei etwa 43 Cent je Aktie liegen (Vorjahr: 1 Euro, davon 45 Cent Sonderdividende). Das ergibt derzeit eine Dividendenrendite von knapp 3 Prozent. Doch die Dividende ist derzeit der einzige Grund nicht schreiend vor der Aktie davon zu rennen.

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