Yahoo: Im September ist es soweit

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Bildquelle: Pressefoto Yahoo!

Auch im zweiten Jahresviertel liefen Yahoo (WKN 900103) die Kunden davon. Der US-Internet-konzern leidet unter der Konkurrenz von Google und Facebook und nahm daher weniger Geld durch grafische Anzeigen ein. Das zog den gesamten Umsatz um vier Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar herunter. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 19 Prozent auf 270 Mio. Dollar. „Wir sind nicht zufrieden mit den Ergebnissen im zweiten Quartal“, räumte Yahoo-Chefin Marissa Mayer ein.

Um Silvester herum hat die Yahoo-Aktie bei etwa 41,70 Dollar ein Mehrjahreshoch markiert. Aktuell notiert die Aktie gut 13 Prozent darunter. Auf dem Weg dorthin muss der Titel zunächst den Widerstand um 37/37,50 Dollar aus dem Weg räumen. Größere Korrekturen endeten in den vergangenen Monaten spätestens bei 32 Dollar. Diese Marke sollten Anleger im Auge behalten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Doch die Managerin hat ein heißes Eisen im Feuer: die 24-prozentige Beteiligung am Internetkonzern Alibaba (WKN A117ME). Die Chinesen stehen unmittelbar vor dem Börsengang. Neuesten Informationen zufolge soll das IPO im September über die Bühne gehen. Mit einem Volumen von schätzungsweise 15 bis 20 Mrd. Dollar könnte der Börsengang sogar das IPO von Facebook in den Schatten stellen. Das soziale Netzwerk hatte 2012 Aktien im Volumen von 16 Mrd. Dollar emittiert.

Auch abgesehen davon ist Alibaba ein Konzern der Superlative: Mit seinen circa 25.000 Beschäftigten wickelt der Amazon-Konkurrent rund 80 Prozent aller Internet-Einkäufe in der Volksrepublik ab. Zudem mischt Alibaba auch bei Online-Auktionen, Messaging-Diensten und der Zahlungsabwicklung mit. Im Geschäftsjahr per Ende März hat der Konzern den Umsatz um 52 Prozent auf 8,44 Mrd. Dollar gesteigert. Der Gewinn verdreifachte sich fast auf 3,71 Mrd. Dollar.

Rekordverdächtig dürfte auch die Bewertung ausfallen: Analysten taxieren Alibaba auf rund 160 Mrd. Dollar. Einige Experten halten sogar 230 Mrd. Dollar für möglich. Die Beteiligung von Yahoo ist je nach Schätzung also bis zu 55 Mrd. Dollar wert. Zum Vergleich: An der Börse wird der Konzern derzeit mit „nur“ 37 Mrd. Dollar bewertet. Mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HY1VFE7) von UniCredit onemarkets setzen spekulative Anleger mit einem Hebel von fünf darauf, dass sich die Lücke mit dem näher rückenden IPO schließt.

Fazit: Spekulativ orientierte Anleger können mit einem Mini Future Bull-Zertifikat von UniCredit onemarkets darauf setzen, dass der bevorstehende Börsengang von Alibaba die Yahoo-Aktie befeuern wird. Das Papier bildet Kursgewinne des Titels mit einem Hebel von etwa fünf ab. Ein Kursanstieg der Aktie von beispielsweise fünf Prozent würde bei dem Mini Future also in einen Gewinn von rund 25 Prozent münden. Die Knock-Out-Schwelle, bei der das Zertifikat ausgestoppt wird und wertlos verfällt, liegt bei 29,40 Dollar. Diese Marke ist mehr als 18 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt. So niedrig notierten die Anteilscheine seit September 2013 nicht mehr.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Yahoo


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