AT&S: Enttäuschte Analysten

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Bildquelle: Pressefoto AT&S

AT & S (WKN 922230) ist einer der führenden Produzenten von technologisch hochwertigen Leiterplatten. Das Unternehmen hat seine Profitabilität im ersten Quartal 2014/15 weiter gesteigert. Bei im Vorjahresvergleich stabilen Umsätzen ist der Gewinn um 14,6 Prozent auf 7,6 Mio. Euro gestiegen. Während der Leiterplattenhersteller in den Segmenten Automotive, Industrial und Medizintechnik Umsatzsteigerungen verzeichnete, ist es AT & S im Bereich Mobile Devices gelungen, den teilweise erheblichen Nachfragerückgang bei einzelnen Kunden zu kompensieren. „Aufgrund der branchenüblich starken Nachfrage speziell bei mobilen Endgeräten im zweiten Kalenderhalbjahr gehen wir von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus“, erklärte AT & S-Vorstandschef Andreas Gerstenmayer.

Die Analysten konnte der Manager nicht überzeugen: Beispielsweise hat Close Brothers Seydler die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Das Kursziel liegt weiter bei 11,50 Euro. Die Experten betonen zwar, dass das erste Jahresviertel traditionell eher schwach ist und die folgenden Quartale dann stärker werden. Da AT & S jedoch mit voller Kapazität arbeite, seien die weiteren Wachstumsmöglichkeiten begrenzt. Zudem habe der Kurs in den vergangenen Monaten bereits um 25 Prozent zugelegt. Das limitiere das weitere Aufwärtspotenzial. Eine weitere Herabstufung gab es von den Analysten der Deutschen Bank. Das Frankfurter Geldhaus setzt das Kursziel bei zehn Euro an.

Auch an der Börse kamen die Zahlen nicht gut an. Nach der Rallye bis auf rund 10,50 Euro in den vergangenen Wochen ging es in den Tagen nach der Zahlenbekanntgabe um mehr als zehn Prozent nach unten. Der Aufwärtstrend ist zwar noch nicht gebrochen. Doch der ursprüglich im Herbst möglich erscheinende Aufstieg in den ATX dürfte nun erst einmal vertagt werden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Anleger sind daher gut beraten, wenn sie einen Gang zurückschalten. Ein Discount-Zertifikat (ISIN AT0000A129F8) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) wirft im Januar 2015 einen Ertrag von 5,1 Prozent ab, wenn die Aktie bei 9,00 Euro oder darüber steht. Mit einem Put-Optionsschein (ISIN AT0000A18HJ3) von der RCB können Anleger auch auf einen anhaltenden Kursverfall spekulieren. Um mit dem Papier einen Gewinn zu erzielen, muss die Aktie am Laufzeitende im Januar 2016 aber tiefer als 7,90 Euro stehen.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto AT&S


1 KOMMENTAR

  1. Hallo,

    ich dachte die Krise wäre bei den Leiterplattenhersteller vorbei. Ich denke das die Zahlen aber wieder in der Zukunft steigen werden.

    Ich denke auch das ein Kursziel bei 10 Euro realistisch anzusetzen ist, da das Unternehmen ja schon mit voller Kapazität arbeitet.

    Gruss

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