Ein Irrsinn: Deutsche bereit für mehr Schulden bei Immobilenkauf

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

ImmobilienScout 24 hat heute eine interessante und auch erschreckende Studie herausgebracht. Demnach wollen Immobilienkäufer in den deutschen Großstädten immer höhere Kreditsummen aufnehmen und verschulden sich so über einen längeren Zeitraum. Bis zu 75 Monatsgehälter werden als Darlehen gewünscht – so eine Analyse von rund 33.500 Kreditanfragen auf dem Baufinanzierungsportal.

Wer aktuell eine Immobilie in den deutschen Großstädten erwerben.will, muss tief in die Tasche greifen. Bestandwohnungen in Berlin, München und Hamburg haben sich laut Immobilienindex IMX in den.letzten fünf Jahren um mehr als 50 Prozentpunkte verteuert. Kaufinteressenten in den Metropolen scheint dies jedoch nicht. abzuschrecken. Um die steigenden Kosten zu finanzieren, fragen sie. höhere Kredite an und verschulden sich damit über einen immer längeren Zeitraum. In Zahlen heißt das folgendes:

Bei den untersuchten Finanzierungsanfragen betrug die Darlehenssumme in München im zweiten Quartal 2014 im Schnitt das 75-fache des Haushaltseinkommens. Vor vier Jahren war es noch das 50-fache. In Hamburg macht der gewünschte Kredit momentan 67 Monatsgehälter aus, 2010 waren es 46. An dieser Stelle eine kurze Erinnerung:

Aufgrund dieser Entwicklung warnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bereits vor der Entstehung einer Immobilienblase. Aber Immobilienexperten sehen offiziell hierfür deutschlandweit jedoch keine Anzeichen, wie eine IMX-Analyse kürzlich zeigte. Zudem ist der Markt in Deutschland anders strukturiert als in Ländern, die in der.Vergangenheit von einer Immobilienblase betroffen waren.

„Finanzierungsanbieter handeln in Deutschland deutlich konservativer als beispielsweise in den USA oder Spanien“, betont Professor Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung der Universität Regensburg. „Eine flächendeckend kritische Überschuldung. ist vor diesem Hintergrund hierzulande unwahrscheinlich.“

Was einen Kritiker dieser Immobilien-Hype-Sache wieder positiv stimmen könnte:

Da sich eine Baufinanzierung in Deutschland ohne Eigenkapital kaum umsetzen lässt, werden Kaufwillige in ihren Absichten zunehmend realistischer. So wuchs die angegebene. Eigenkapitalquote für Finanzierungsvorhaben in den Großstädten im. vergangenen halben Jahr wieder an. Sie liegt mit Ausnahme von Hamburg (11 Prozent) bei aktuell 15 und 18 Prozent in den Top-5-Städten Deutschlands. Im Bundesdurchschnitt möchten Interessenten momentan. mit 12 Prozent Eigenkapitalanteil finanzieren – dies ist bei aller einsetzenden Vorsicht noch deutlich weniger als im zweiten Quartal. 2010 (20 Prozent). Steffen Sebastian rät daher: „Für eine gesunde Finanzierung ist Eigenkapital von circa 30 Prozent des Kaufpreises erforderlich. Nur. bei sehr guter Bonität bieten Banken auch einen größeren Kreditrahmen an.“

Quelle: ots/Immobilienscout24, boersenblogger.de


1 KOMMENTAR

  1. Nicht gut, wenn man so viele Schulden macht um sich eine Immobilie zu kaufen. Und die Immobilie wird ja noch zusätzlich Geld kosten.Lohnt sich heuzutage eine Immobilie als Wertanlage?

    Viele Grüße

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