Im Fokus SAP: Überzeugende Wachstumsstrategie

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Bildquelle: Pressefoto SAP SE / Stephan Daub

Europas größter Softwarekonzern SAP (WKN 716460) musste im zweiten Quartal 2014 einen deutlichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr ausweisen. Doch die ersten Marktreaktionen auf das jüngste Zahlenwerk zeigen, dass die Anleger offenbar von der Wachstumsstrategie der Walldorfer überzeugt sind und dem DAX-Konzern den langfristigen Erfolg in der Cloud zutrauen.

Im vergangenen Jahr und auch die meiste Zeit dieses Jahres konnte die SAP-Aktie nicht ganz an die sehr gute Performance aus der Vergangenheit anknüpfen. Dass der langfristige Aufwärtstrend des DAX-Wertes ins Stocken geriet, lag unter anderem an dem eher enttäuschenden Umsatzwachstum, bei dem sich die abnehmende Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft bemerkbar machte. Zudem mussten die Walldorfer gleich zu Jahresbeginn 2014 ihre mittelfristigen Margenziele einkassieren, da der Ausbau des vielversprechenden Cloud-Geschäfts hohe Investitionen erfordert, jedoch trotz eines beeindruckenden Wachstums noch relativ wenig zu den Konzernerlösen beiträgt. SAP wird daher laut Unternehmensprognose vom 21. Januar das Margenziel von 35 Prozent nicht mehr 2015, sondern erst 2017 erreichen.

Allerdings hat es sich an den Ergebnissen zum zweiten Quartal gezeigt, dass die Geschäfte im Bereich Cloud Computing immer besser in Schwung kommen. Laut Konzernangaben vom 17. Juli konnte SAP die Cloud-Umsätze im Vorjahresvergleich um 32 Prozent steigern. Währungsbereinigt lag der Zuwachs sogar bei 39 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung wurde sogar die Umsatzprognose für das Cloud-Geschäft um 50 Mio. Euro auf nun 1,0 bis 1,05 Mrd. Euro angehoben. Trotzdem machten die Erlöse mit 242 Mio. Euro weiterhin nur einen kleinen Teil der konzernweiten Umsätze aus. Diese lagen zwischen April und Juni bei 4,2 Mrd. Euro und damit um 2 Prozent höher als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu fiel der Nettogewinn um 23 Prozent auf 556 Mio. Euro. Auf der Ergebnisseite machten sich insbesondere Rückstellungen in Höhe von 289 Mio. Euro bemerkbar. SAP hatte diese für eine mögliche Ausgleichszahlung im Patentstreit mit dem US-Konzern Versata gebildet. Das bereinigte Betriebsergebnis konnte jedoch um 7 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro nach oben geschraubt werden.

Noch kann der Erfolg in der Wolke die Schwächen beim traditionellen Verkauf von Software-Lizenzen nicht vollständig kompensieren. Nach einem Rückgang von 5 Prozent im ersten Quartal fielen die Erlöse mit den traditionellen Software-Lizenzen im zweiten Quartal immerhin nur noch um 2 Prozent, während wechselkursbereinigt sogar ein Plus von 1 Prozent zu Buche stand. Sollte das Geschäft mit der Mietsoftware aus dem Internet jedoch mit dem gleichen Tempo weiterwachsen, dürften auch mögliche Einbußen im traditionellen Bereich mehr als nur ausgeglichen werden können. In einem solchen Fall sollte auch die SAP-Aktie ihre langfristige Kursrallye fortsetzen können, nachdem diese seit dem Frühjahr 2013 ins Stocken geraten ist.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der SAP-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE9EZU) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,36, die Knock-Out-Schwelle bei 44,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX4KVR, aktueller Hebel 3,47; Knock-Out-Schwelle bei 73,70 Euro) auf fallende Kurse der SAP-Aktie setzen.

Stand: 22.07.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto SAP SE / Stephan Daub


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