Wir Bundesbürger verfehlen die selbst gesteckten Sparziele

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Bildquelle: Pressefoto © Erste Group

Wir Deutsche werden unsere selbst gesteckten Sparansprüchen nicht gerecht. Im Schnitt fehlen uns mehr als ein Drittel des Sparbetrages, um unseren Sparziel gerecht zu werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Sparverhalten der Bundesbürger. Wahrlich keine guten Daten. Aber für uns von den Börsenbloggern auch kein Wunder. Denn wir stehen in diesem Land nach wie vor auf Niedrig- bis gar kein Zins-Produkte. Und Aktien? Bloß nicht, da könnte Risiko dabei sein! Da ist es doch schön, dann wenigstens solche Sätze zu lesen:

„Auch wenn sie ihre individuellen Sparziele nicht erreichen, Sparmuffel sind die Deutschen deshalb nicht. Ganz im Gegenteil: Der Großteil der Bundesbürger weiß um die. hohe Bedeutung der privaten Altersvorsorge“, erläutert Dr. Andreas. Martin, Vorstandsmitglied des BVR. Nur: Es bringt uns ja nichts, das Geld Monat für Monat auf ein Konto zu sparen. Dann bitte doch einen Aktien- oder Fondssparplan.

Der Umfrage zufolge lag der maximal mögliche monatliche Sparbetrag der befragten Bundesbürger, also der Teil des verfügbaren Einkommens, der nicht unmittelbar für Konsumausgaben verwendet wird, bei. durchschnittlich 203 Euro. Tatsächlich sparten die Bundesbürger im. Schnitt 194 Euro. Ihr aktuelles Sparpotenzial erfüllten die Bundesbürger damit zu über 90 Prozent. Zur Erfüllung ihrer Ziele. bräuchten die Bundesbürger jedoch nach eigener Meinung im. Durchschnitt 265 Euro. Die Differenz zwischen Sparwunsch und dem. tatsächlich zurückgelegten Geld weist eine Sparlücke von 71 Euro im. Monat auf. Noch ein paar Zahlen:

Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte ist 2013 um 4,4 Mrd. Euro auf 147,7 Mrd. Euro zurückgegangen. Die Vorliebe der Bundesbürger für das Sparen bei Banken blieb ausgeprägt. Unter dem Strich flossen Banken 68,3 Mrd. Euro zu. Wie bereits im Vorjahr waren Sichteinlagen besonders gefragt. Das lag in erster Linie an dem niedrigen Zinsniveau. Termin- und Spareinlagen sowie Sparbriefe verzeichneten hingegen auf Jahressicht deutliche Abflüsse. Die Ansprüche der Bundesbürger gegenüber Versicherungen inklusive Pensionsrückstellungen stiegen im gleichen Zeitraum um 81,4 Mrd. Euro; Wertpapiere zogen rund 2,5 Mrd. Euro auf sich. Besonders beliebt waren dabei Anlagen in Investmentfonds. Jetzt kommt für Börsianer das Wichtigste an Fakten:

In der PM vom BVR heißt es, „im Zuge der guten Performance der Aktienmärkte stieg das gesamte Geldvermögen der Deutschen 2013 deutlich an. Das finanzielle Vermögen der Deutschen kletterte im Jahresverlauf um 4,0 Prozent auf 5,15 Billionen Euro. Der Anstieg von 200 Mrd. Euro ging dabei zu rund drei Vierteln auf die Geldvermögensbildung und zu gut einem Drittel auf Kursgewinne bei Wertpapieren und Investmentzertifikaten zurück“.

Da lesen wir nichts davon, dass Sparbücher und andere nichtstaugende Produkte für einen Anstieg des Geldvermögens gesorgt haben. Aber wer weiterhin meint bei der Sparkasse sein Buch zu füttern – der soll es machen. Das Thema Altersarmut müssen wir ja schließlich auch in den nächsten 30 Jahren in der Presse schön bearbeiten können…

Quelle: BVR und dieboersenblogger.de

Bildquelle: Pressefoto © Erste Group


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