Wie Stimmungen Märkte machen

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Viele Akteure glauben immer noch, dass Finanzmärkte vornehmlich ökonomischen Gesetzmäßigkeiten gehorchen. Gerade die vergangenen Jahre haben seit Beginn der Finanzkrise wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie fundamentale Einschätzungen von Märkten über weite Strecken versagt haben und wie häufig große Trends von vielen Investoren verpasst wurden. Nicht etwa, weil sich die Teilnehmer überaus irrational verhalten hätten – ein Grund, der gerne angeführt wird, wenn sich Marktentwicklungen ökonomisch nicht mehr erklären lassen.

Vielmehr sind es die großen Kapitalströme, die unter anderem auch die Aktienbörsen beeinflussen. Kapitalströme, die häufig für die ganz großen Trends sorgen, weil sie dem Markt Liquidität häufig für lange Zeit entziehen oder zukommen lassen. Und weil die hinter diesen Strömen stehenden Entscheider meist sehr große Volumina zu bewegen haben, können jene ihre Strategie zwangsläufig nicht nach besser oder schlechter als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten ausrichten. Im Gegenteil:

Diese „schweren“ Marktteilnehmer wollen unerkannt bleiben und können nur dann ohne massiven Einfluss auf die Preisbildung handeln, wenn sie genügend Kontrahenten für ihre Transaktionen finden. Und doch ist das nur unter der Bedingung möglich, wenn diese Akteure gegen die Überzeugung vieler anderer Marktteilnehmer, am besten gegen die Massen, handeln.

Dem Investor über die Schulter geblickt

Deswegen ist es durchaus nachvollziehbar, dass man zur besseren Einschätzung künftiger Markttrends wissen sollte, in welche Richtung das so genannte „langfristige Kapital“ fließt…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

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