Novartis: Mehrere heiße Eisen im Feuer

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Der Schweizer Pharmariese Novartis (WKN 904278) stand zuletzt vor allem mit seinem Konzernumbau im Fokus des Anlegerinteresses. Doch nun zeigten die Basler, dass sie von den Wachstumsmöglichkeiten in den Schwellenländern profitieren und erfolgreich neue Produkte am Markt platzieren können.

Das gemessen am Umsatz größte Pharmaunternehmen der Welt konnte die Umsatzerlöse im Juni-Quartal im Vorjahresvergleich um 2 Prozent auf 14,6 Mrd. US-Dollar steigern. Neben starken Zuwächsen in den Schwellenländern trugen insbesondere erfolgreiche Markteinführungen zu dem Unternehmenswachstum bei. Dabei bezifferte Novartis den Umsatz mit relativ neuen Produkten mit 4,7 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 18 Prozent entspricht. Der operative Gewinn stieg um 3 Prozent auf 3,8 Mrd. Dollar. Währungsbereinigt lag das Plus sogar doppelt so hoch.

Zudem bestätigte das Management die Prognose, wonach die Umsätze 2014 währungsbereinigt im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen sollen. Zukünftig soll der Konzernumbau weiteres Potenzial freisetzen. Dabei wird man sich auf die drei Kernbereiche Pharma, Augenheilkunde und Generika konzentrieren. Zu diesem Zweck wird das Krebsmittelgeschäft von GlaxoSmithKline (GSK) (WKN 940561) übernommen. Gleichzeitig erhält GSK die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel, während Novartis sein Geschäft mit Tierarzneimitteln an den US-Konzern Eli Lilly (WKN 858560) abstößt. Die Grippemittel-Sparte soll später ebenfalls veräußert werden. Im Gegensatz dazu möchte man bei Novartis an dem Anteil von knapp einem Drittel der stimmberechtigten Inhaberaktien von Roche (WKN 855167) festhalten und vom Wachstumskurs des Basler Nachbarn profitieren.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Allerdings hat Novartis noch einige weitere Eisen im Feuer, so dass die Rekordjagd der Aktie weitergehen dürfte. Schließlich will man nun gemeinsam mit dem Internetkonzern Google (WKN A0B7FY)  an „smarten Kontaktlinsen“ für Diabetiker tüfteln. Die auf Augenmedizin spezialisierte Tochter Alcon hat bereits eine Lizenz auf die entsprechende Technologie, die Google im Januar präsentiert hat, aufgenommen. Wer auf steigende Kurse der Novartis-Aktie setzen möchte, könnte das Derivate-Produkt mit der WKN DZD9FB ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Novartis


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