Evotec: Positiver Nachrichtenfluss

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Bildquelle: Evotec AG

Evotec sorgte zuletzt für einen positiven Nachrichtenfluss. Allerdings konnte der Aktienkurs mit dem Tempo nicht ganz mithalten, so dass noch einiges an Aufholpotenzial bestehen dürfte.

Ende 2013 schoss die Aktie des Hamburger Biotech-Konzerns geradezu in die Höhe. Das TecDAX-Papier verdoppelte seinen Wert in wenigen Monaten und verzeichnete knapp über der 5-Euro-Marke ein neues Mehrjahreshoch. Allerdings machte eine ausgefallene Meilensteinzahlung die gute Stimmung zunichte, während in diesem Jahr die zwischenzeitliche Schwäche großer US-Biotech-Werte auch die Branche hierzulande belastete. Während sich zuletzt jedoch wieder so etwas wie Euphorie in der US-Biotech-Branche breit machte, konnte die Evotec-Aktie von dieser Entwicklung noch nicht profitieren.

Gleichzeitig wartete das Unternehmen mit neuen Forschungsallianzen, der Übernahme des britischen Auftragsforschungsunternehmens Euprotec und weiteren Meilensteinen auf. Trotzdem fielen die Kursreaktionen eher bescheiden aus. Doch ähnlich wie im Vorjahr, kann der Ausbruch jederzeit erfolgen und durch weitere Meldungen über neue Kooperationen oder Meilensteine befeuert werden. Die neueste Erfolgsmeldung betrifft die exklusive strategische Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME. Die Zusammenarbeit erweitert die Wirkstoffforschungsplattform des Unternehmens mit komplementären und hoch innovativen Technologien von IME. Mit den neuen Technologien sollen sowohl eigene Projekte vorangetrieben als auch Kunden zusätzliche Möglichkeiten in den Wirkstoffforschungsprojekten angeboten werden.

Dass die verschiedenen Forschungsallianzen auch zu zählbaren Ergebnissen führen, zeigte sich unter anderem als Evotec im Frühjahr seinen ersten Meilenstein in seiner so genannten Biomarker-Allianz mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche feiern konnte. Zudem sicherte man sich eine weitere Meilensteinzahlung im Wert von 1,0 Mio. Euro im Rahmen der Forschungskooperation mit Boehringer Ingelheim. Der Meilenstein wurde für die Überführung einer Nachfolge-Substanz eines Programms für die Behandlung von Atemwegserkrankungen in die präklinische Entwicklung erzielt und stellt den 23. Meilenstein dar, der innerhalb dieser Kooperation erzielt wurde.

Im Gegensatz zu den erfreulichen Nachrichten, die für ein starkes Wachstum in der Zukunft sprechen, lagen die Ergebnisse für das erste Quartal 2014 unter den Markterwartungen. Zwar wurden die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 17,6 Mio. Euro gesteigert, allerdings wurde der Nettoverlust von 2,9 auf 4,0 Mio. Euro ausgeweitet. Für das Gesamtjahr rechnet Evotec jedoch mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig hat das Unternehmen genügend Geld in der Kasse, um alle laufenden Studien und Projekte zu finanzieren. Damit sollten auch weitere Meilensteinzahlungen nicht lange auf sich warten lassen. Aufgrund dieser Tatsache und der positiven Nachrichtenlage rund um den Biotech-Wert haben unsere DZ BANK Analysten ihre „Kaufen“-Empfehlung und das Kursziel von 4,00 Euro für die Evotec-Aktie bestätigt.

Ebenso interessant wie ein Direktinvestment in die Evotec-Aktie könnte eine Aktien-Anleihe (WKN DG03CX) der DZ BANK auf den TecDAX-Konzern sein. Das Papier bietet jedoch zusätzlich einen Risikopuffer gegen mögliche Kursrücksetzer von ca. 9 Prozent. Der Kupon der Aktien-Anleihe liegt bei 11,25 Prozent p.a. Sofern der Schlusskurs der Evotec-Aktie am Bewertungstag (17.07.2015) den Basispreis von 3,268 Euro erreicht oder überschreitet erhält der Anleger am Fälligkeitstag (24.07.2015) den Nennbetrag von 1.000 Euro pro Aktien-Anleihe. Sollte der Basispreis am Bewertungstag jedoch unterschritten werden, erfolgt die Rückzahlung nicht zum Nominalbetrag, sondern in Form der festgelegten Anzahl von Evotec-Aktien.

Stand 16.07.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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Bildquelle: Evotec AG


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