Deutsche Bank: Frisch gestärkt

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Bank AG

Mit der jüngst durchgeführten Kapitalerhöhung dürfte die Deutsche Bank (WKN 514000) trotz einiger verbleibender Herausforderungen die Voraussetzungen für eine Erholung des zuletzt stark unter Druck geratenen Aktienkurses gelegt haben.

Nachdem die Deutsche Bank-Aktie gleich zu Jahresbeginn ihr Jahreshoch bei rund 38 Euro verzeichnen konnte, hat das DAX-Papier seitdem in der Spitze etwa ein Drittel von seinem Wert eingebüßt. Neben einem Marktumfeld, das nicht gerade für Banken geschaffen zu sein schien, machten sich auch die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten negativ bemerkbar. Angesichts der wenig erfreulichen Stimmung konnte man schon fast übersehen, dass sich die Deutsche Bank im ersten Quartal 2014 trotz eines Gewinnrückgangs im Vorjahresvergleich um 34 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro gerade im Vergleich zur US-Konkurrenz im wichtigen Anleihehandel ordentlich schlagen konnte.

Gleichzeitig hatte die nun abgeschlossene Kapitalerhöhung die Stimmung rund um das Institut eingetrübt. Bis zuletzt hieß es noch auf Unternehmensseite, dass man keine weiteren Kapitalmaßnahmen benötigen würde, nachdem im Mai 2013 etwa 90 Millionen Aktien zu 32,90 Euro je Aktie platziert worden waren und knapp 3 Mrd. Euro eingesammelt wurden. Doch nun folgte die Kehrtwende. Im Zuge der am 18. Mai angekündigten Kapitalerhöhung wurde ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 8,5 Mrd. Euro erzielt, während die Aktienzahl um rund 35 Prozent auf etwa 1,4 Milliarden Anteile gesteigert wurde. Mit der Kapitalmaßnahme reagierte die Deutsche Bank auf die Kritik an den Märkten, die sich zuletzt bei Deutschlands größter Bank vor allem auf die relativ dünne Kapitaldecke bezogen hatte.

Da die Deutsche Bank ihre Kernkapitalquote nun deutlich gestärkt hat, kann man beim DAX-Konzern jedoch wesentlich beruhigter auf die im Herbst erscheinenden Ergebnisse des EZB-Stresstests schauen. Allerdings bleiben insbesondere mit den verschiedenen Rechtsstreitigkeiten noch einige Herausforderungen. Nachdem die französische Großbank BNP Paribas wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Sanktionen zu einer Rekordstrafe von 8,9 Mrd. US-Dollar verdonnert wurde, hatte die „New York Times“ berichtet, dass auf die Commerzbank eine Zahlung von 500 Mio. US-Dollar in der gleichen Sache zukommen könnte und sich die Deutsche Bank ebenfalls auf eine Strafzahlung einstellen müsste.

Trotzdem halten unsere DZ BANK Analysten an ihrem „Kaufen“-Rating für die Aktie der Deutschen Bank fest. Aufgrund der höheren Aktienzahl und der Risiken aus den Gerichtsprozessen wurde der faire Wert jedoch leicht von 38 auf 35 Euro gesenkt. Allerdings hat die Kapitalerhöhung zu einer stark verbesserten Kapitalausstattung geführt, was laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten eine höhere Bewertung beziehungsweise einen geringeren Abschlag des DAX-Wertes zum Bankensektor rechtfertigen würde.

Mit Blick auf das aktuelle Volatilitätsumfeld und die fundamentale Analyse des Unternehmens Deutsche Bank könnte sich als Alternative zum Direktinvestment ein Bonus-Zertifikat mit Cap auf die Deutsche Bank-Aktie der DZ BANK (WKN DZX6NU) anbieten. Das rund halbjährige Bonus-Zertifikat (Fälligkeitstag: 25.03.2015) hat einen Cap von 29,00 Euro, was derzeit einer Bonusrendite von etwa 11,5 Prozent p.a. entspricht. Die Barriere liegt bei 21,50 Euro und der Puffer damit aktuell bei knapp 17 Prozent. Notiert der Kurs der Deutsche Bank-Aktie an den Beobachtungstagen (24.06.2014 bis 18.03.2015) nie auf oder unter der Barriere von 21,50 Euro, entspricht der Auszahlungsbetrag dem Bonusbetrag von 29,00 Euro. Andernfalls entspricht der Auszahlungsbetrag dem Schlusskurs der Deutsche Bank-Aktie am Bewertungstag (18.03.2015; Referenzpreis).

Stand 09.07.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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