Im Fokus Deutsche Telekom: Es bleibt spannend

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom

Sowohl in den USA als auch in Europa befindet sich der Telekommunikationsmarkt im Umbruch. Von dieser Entwicklung möchte auch die Deutsche Telekom (WKN 555750) profitieren. Allerdings gilt es noch einige Herausforderungen zu meistern, bevor der DAX-Konzern als einer der Profiteure aus den aktuellen Umwälzungen hervorgehen kann.

Noch immer hat Sprint kein offizielles Angebot für T-Mobile US abgegeben. Allerdings gibt es einige Anzeichen, dass die Wettbewerbshüter dieses Mal einer Übernahme der US-Mobilfunktochter der Bonner zustimmen könnten, nachdem die Regulierungsbehörde FCC 2011 eine Übernahme durch AT&T verhindert hatte. Die Aufgeschlossenheit der Behörden in den USA gegenüber Milliardendeals in der Telekommunikationsbranche wie im Fall von AT&T und des amerikanischen Fernsehsatellitenbetreibers DirectTV sowie zwischen Comcast und Time Warner Cable zeigt, dass auch ein Angebot vonseiten von Sprint von Erfolg gekrönt sein könnte.

Für die Deutsche Telekom würde sich aber auch ein erfolgloser Versuch aller Voraussicht nach auszahlen. Schließlich würde, wie vor rund drei Jahren, eine milliardenschwere Break-Up-Fee winken. Eine solche Ausgleichszahlung und die jüngste Klage der amerikanischen Marktaufsicht FTC gegen T-Mobile US wegen mutmaßlicher Verbrauchertäuschung könnten Sprint und seine japanische Muttergesellschaft SoftBank möglicherweise doch noch von einem Übernahmeangebot abbringen. Darüber, wie ein Angebot aussehen soll, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am 4. Juni unter Bezugnahme auf Insiderinformationen berichtet. Demnach würde Sprint 40 US-Dollar je Aktie von T-Mobile-US bieten, während die Deutsche Telekom später rund 15 bis 20 Prozent der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen behalten würde. Damit käme die US-Mobilfunktochter der Bonner auf einen Wert von rund 32 Mrd. US-Dollar. AT&T hatte vor Jahren etwa 39 Mrd. US-Dollar geboten.

Ein möglicher Verkauf von T-Mobile US würde für die Deutsche Telekom ein vorläufiges Ende des trotz der jüngsten Erfolge beim Kundenfang insgesamt eher enttäuschenden US-Engagements bedeuten. Gleichzeitig hätte man so frisches Geld zur Verfügung, um sich an den Umwälzungen am europäischen Telekommunikationsmarkt zu beteiligen. Denn mit der Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone und der Fusion zwischen E-Plus und O2 sowie den Wachstumsmöglichkeiten in Zentral- und Osteuropa warten auch auf dem Heimatmarkt viele Herausforderungen.

Diese Herausforderungen zeigten sich zum Beispiel im ersten Quartal 2014. Zwar konnte der Konzernüberschuss laut Unternehmensangaben vom 8. Mai im Vorjahresvergleich dank des Verkaufs von Scout24-Anteilen auf 1,8 Mrd. Euro mehr als verdreifacht werden. Bereinigt um diesen Effekt ergab sich jedoch ein Rückgang um 23,5 Prozent auf 587 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA fiel um 3,9 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Konzernweit stieg der Umsatz um 8,0 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro. Allerdings profitierte das DAX-Unternehmen auch von der Fusion mit MetroPCS. Organisch fiel der Umsatz in Europa um 2,6 Prozent und in Deutschland um 1,5 Prozent. Trotzdem wurden die Jahresziele bestätigt, wonach das bereinigte EBITDA 2014 leicht von 17,4 Mrd. Euro im Vorjahr auf 17,6 Mrd. Euro ansteigen soll. Kurzfristig dürfte sich der Anleger jedoch vor allem auf T-Mobile US richten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Telekom-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX9DQ4) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,56, die Knock-Out-Schwelle bei 9,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT171R, aktueller Hebel 3,17; Knock-Out-Schwelle bei 15,25 Euro) auf fallende Kurse der T-Aktie setzen.

Stand: 08.07.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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