GoPro: Was für eine erste Börsenwoche

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

+31%, +15%, +13%, +21%, -14%. So schnitt die Aktie des Actionkamera-Herstellers GoPro (WKN A1XE7G) an den ersten fünf Handelstagen ihrer noch sehr jungen Börsengeschichte ab. Nachdem der Ausgabepreis von 24 US-Dollar in kürzester Zeit verdoppelt wurde und der Wert des Gesamtkonzerns auf rund 6 Mrd. US-Dollar schoss, ging es zuletzt wieder nach unten. Dabei dürfte es um das Papier auch in Zukunft nicht wesentlich ruhiger werden. Schließlich scheiden sich die Geister an dem möglichen Wachstumspotenzial, das das Unternehmen tatsächlich mitbringt.

Damit die anfängliche Euphorie um GoPro anhält, müssten die jüngsten Wachstumszahlen bestätigt werden. Schließlich konnten die Umsätze 2013 auf knapp 1 Mrd. US-Dollar fast verdoppelt werden, während der Gewinn etwa 61 Mio. US-Dollar betrug. Allerdings bleibt es offen, wie viel man mit Kameras für Surfer, Skifahrer und andere Extremsportler insgesamt umsetzen kann, da gleichzeitig auch andere auf die Idee gekommen sind, solche Kameras anzubieten. Wenigstens in diesem Punkt genießt GoPro jedoch angesichts seiner Markenbekanntheit noch einen enormen Wettbewerbsvorteil. Aber auch mit diesem Erfolgsfaktor dürfte die Größe des Nischenmarktes eines Tages zum Wachstumshindernis werden.

Quelle: Guidants.com
Quelle: Guidants.com

Allerdings gäbe es da möglicherweise einen Plan B. Denn Asheesh Advani, CEO der Investmentfirma Covestor, sagte gegenüber „E-Commerce Times“, wo die Zukunft für GoPro liegen könnte. Demnach liegt das wahre Potenzial laut Advani in den Videos, die mit den GoPro-Kameras aufgenommen werden und monetarisiert werden könnten. Diese sorgen im Internet schon heute für reichlich Furore und können eines Tages möglicherweise in ganz großem Stil verkauft oder angesichts der Verbreitung in den Sozialen Medien als Werbeplattform genutzt werden. Aber auch in diesem Fall bleiben reichlich Fragezeichen. Schließlich ist es nichts Neues, wenn man versucht Videos im Internet zu Geld zu machen, während sich gleichzeitig die Zahl der interessierten Käufer der privaten Sportvideos in Grenzen halten dürfte.

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