Im Fokus Südzucker: Das Schlimmste überstanden?

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Bildquelle: Pressefoto Südzucker AG

Auf den ersten Blick scheint die jüngste Kursschwäche der Südzucker-Aktie (WKN 729700) eine ideale Gelegenheit aufgetan zu haben. Allerdings bleibt es abzuwarten, ob das Schlimmste tatsächlich überstanden ist.

Noch herrscht Unsicherheit am Aktienmarkt, ob die schlechten Nachrichten rund um Europas größten Zuckerproduzenten inzwischen vollständig im Kurs des MDAX-Wertes eingepreist sind oder ob eine nachhaltige Bodenbildung noch auf sich warten lassen wird. Einerseits könnte sich angesichts der jüngsten Kursabschläge eine günstige Einstiegsgelegenheit ergeben haben. Allerdings ist es wegen der aktuellen Marktlage und des regulatorischen Umfeldes, vor allem mit Blick auf den Wegfall des Mindestpreises für Zuckerrüben in der EU ab Oktober 2017, noch nicht sicher, dass die Mannheimer nicht doch neue Negativschlagzeilen produzieren werden und die Kurse daher eventuell weiter unter Druck geraten.

Dem Unternehmen machte zuletzt insbesondere der Preisdruck an den Märkten für Zucker und Bioethanol zu schaffen. Gleichzeitig machten sich höhere Rohstoffkosten bemerkbar, so dass das Unternehmen am 8. April angesichts der wachsenden Herausforderungen eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 aussprechen musste. Das operative Konzernergebnis soll lediglich bei 200 Mio. Euro liegen, nachdem es im Vorjahr bereits um 32,3 Prozent auf 658 Mio. Euro geschrumpft war. Der Umsatz soll wiederum mit 7,0 Mrd. Euro ins Ziel kommen. Im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende Februar) fielen die Erlöse noch um 1,8 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro. Schließlich führten die jüngsten Ergebnisrückgänge und der enttäuschende Ausblick dazu, dass Südzucker für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch 0,50 (Vorjahr: 0,90) Euro je Aktie ausschütten möchte.

Während sich immer mehr Anleger von ihren Südzucker-Papieren trennten, passten viele Analysten ihre Erwartungen nach unten an, während zuletzt auch die US-Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s mit Bonitätsabsenkungen für den MDAX-Konzern aufwarteten. Wer nun als Anleger der Meinung ist, dass die Südzucker-Aktie damit genug Prügel bezogen haben dürfte, könnte am Ende eine negative Überraschung erleben. In der Vergangenheit hatten Quotenregelungen der EU dafür gesorgt, dass Südzucker nicht die niedrigeren Weltmarktpreise für Zucker voll zu spüren bekam. In etwas mehr als drei Jahren ist es damit dann auch vorbei.

Es gibt jedoch auch einige Hoffnungsschimmer, die für eine Erholung der Weltmarktpreise und damit auch des Aktienkurses sorgen könnten. Angesichts der Überkapazitäten und des Preisdrucks am Zuckermarkt dürften sich Produzenten mit weiteren Investitionen in den Kapazitätsausbau zurückhalten und so möglicherweise für eine Angebotsverknappung sorgen. Gleichzeitig hofft man bei Südzucker buchstäblich auf schlechteres Wetter, nachdem dieses in den vergangenen Jahren außergewöhnlich gut ausgefallen war und die Zuckerproduktion damit sehr stark angekurbelt hatte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Südzucker-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB62ZX) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,31, die Knock-Out-Schwelle bei 11,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT3XVN, aktueller Hebel 3,64; Knock-Out-Schwelle bei 17,90 Euro) auf fallende Kurse der Südzucker-Aktie setzen.

Stand: 03.07.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Südzucker AG


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