Point&Figure Öl: Steigerungs-Potenzial und Irak-Problematik

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Lieber Leser, liebe Leserin,

dass die Welt eine Ansammlung von Krisenherden ist, das ist sicherlich keine Neuigkeit für uns alle.

Ukraine und Irak im Fokus

Aktuell stehen zwar “nur” die Ukraine und die Geschehnisse im Irak im medialen Brennpunkt, den sie sich darüber hinaus auch noch mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien teilen müssen, aber das “reicht schon völlig”, um Investoren zu verunsichern.

Gerade die Ereignisse im Irak sollten keinesfalls unterschätzt werden, erreichte uns doch erst heute Morgen folgende Nachricht: Die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) hat in den beiden Ländern offenbar ein islamisches Kalifat ausgerufen.

In wie weit diese Nachricht den Tatsachen entspricht, darüber lässt sich in diesem frühen Stadium noch trefflich streiten, aber zumindest sollten solche Separationsbemühungen im Ölfördergebiet der Welt sicherlich nicht zur Beruhigung der Investoren beitragen.

Islamistischer Flächenbrand befürchtet

Hier wird einfach ein Flächenbrand befürchtet, der auch andere arabische Länder erfassen könnte und somit die Sicherheit der Öllieferungen in Frage stellen könnte.

Kein Wunder, dass die Terminbörsen bereits reagiert haben und die Preise für das “Schwarze Gold” in den vergangenen Wochen angezogen sind.

Werfen wir einen Blick  auf den Point&Figure-Chart des Crude Öl WTI das neben dem Brent Öl gehandelt wird. WTI steht dabei für West Texas Intermediate. Laut Wikipedia handelt es sich um ein leichtes, süßliches Rohöl aus den USA, das sich durch seinen geringen Schwefelgehalt besonders für die Mineralöl-Raffinierung und die Herstellung von Benzin eignet.

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure Crude Oil: Klar bullishe Ausgangslage

Bereits seit dem 18. Februar und dem Erreichen von 102 USD pro Barrel (159 Liter) befindet sich der Preis in einem immer noch intakten Point&Figure-Kaufsignal mit dem aktivierten und bestätigten Kursziel von 129 USD / Barrel.

Eine Bestätigung erfolgte jüngst – am 12. Juni – durch Erreichen der 106 USD und der damit verbundenen Ausprägung eines weiteren Point&Figure-Kaufsignals mit dem ersten Ziel von 108 USD und einem bereits jetzt schon auf 121,00 USD lautenden zweiten Kursziel.

Erst ein Erreichen von 98 USD und die damit verbundene Generierung eines Point&Figure-Verkaufssignals beendet die bullishen Perspektiven.

Wie Sie nun vorgehen können:

Der Öl-Chart ist bullish zu werten. Von dieser Einschätzung “beißt die Maus keinen Faden ab”.

Unter strikter Beachtung des Stops von 98 USD können risikobewußte Investoren durchaus ein Long-Engagement wagen.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man in ein politisches Wespennest hinein investiert und sein Risiko entsprechend gering steuern. Schließlich kann es auch fix zu einem massiven militärischen Eingreifen der USA kommen. Bei Gefährdung der Energieversorgung ist nun einmal eine hohe Handlungsbereitschaft der Supermacht Tradition.

Ebenfalls sollte die aktuelle Situation beim Öl aus Sicht eines Aktien-Investors sorgfältig beobachtet werden.

Denn steigende Preise des Energieträgers sind nun einmal nicht positiv für die Weltwirtschaft zu werten.

Ihr Jörg Mahnert

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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