Adidas-Aktie: Kursperformance bleibt vorerst zweitklassig

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas (WKN A1EWWW) konnte am Dienstag eine positive Zwischenbilanz der Fußball-WM für sein Geschäft ziehen. Im Gegensatz dazu fällt die Zwischenbilanz für die Adidas-Aktie wenig berauschend aus. Schließlich steht seit Beginn des Turniers ein Wertverlust von rund 4 Prozent zu Buche. Ob sich dies kurzfristig noch zum Besseren wendet, dürfte auch vom weiteren Abschneiden der DFB-Elf abhängen.

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Zumindest konnte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer am Dienstag bei einer Medienveranstaltung verkünden, dass man das anvisierte Umsatzziel von 2 Mrd. Euro mit fußballbezogenen Produkten „definitiv“ erreichen werde. Dabei kommt den Herzogenaurachern erneut ihre Stellung als offizieller FIFA-Partner zugute, während der große US-Konkurrent Nike (WKN 866993) in der Vergangenheit häufiger ein Faible für innovative und erfolgreiche Medienkampagnen hatte.

In diesem Jahr will Adidas insgesamt mehr als 8 Millionen Trikots verkaufen und damit deutlich mehr als bei der WM 2010 (6,5 Millionen). Spitzenreiter ist das Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit einem Rekordabsatz von mehr als 2 Millionen Stück, das sind über 30 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006 (1,5 Millionen DFB-Trikots). Während die Herzogenauracher mit den Ausscheiden des Turnierfavoriten Spanien einen Dämpfer hinnehmen mussten, haben sie mit Deutschland, Argentinien, Mexiko oder Kolumbien einige heiße Eisen im Feuer, deren Erfolg die Trikotverkäufe auch im Ausland ankurbeln könnte. Neben einem Rekordabsatz bei Trikots sollen auch so viele Adidas-Bälle wie nie zuvor verkauft werden. Konkret rechnet man mit über 14 Millionen verkauften „brazuca“-Fußbällen. Schließlich soll die WM die Umsätze in der wichtigen Wachstumsregion Lateinamerika ankurbeln.

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Während Adidas dank dieser Prognosen davon ausgeht auch 2014 die Nummer eins im Fußball-Geschäft zu bleiben, ist eine mögliche Rückkehr auf den Thron unter den Sportartikelherstellern insgesamt zuletzt in weite Ferne gerückt. Immerhin konnte Nike in wenigen Jahren Adidas im Fußball-Geschäft in Bedrängnis bringen. Gleichzeitig hatte der DAX-Konzern zuletzt mit negativen Sondereffekten wie dem starken Euro oder Problemen im wichtigen Russland-Geschäft zu kämpfen, so dass die Adidas-Aktie seit ihrem Allzeithoch Anfang des Jahres rund 20 Prozent an Wert verloren hat – und dies in einem WM-Jahr. Wer die jüngste Kursschwäche jedoch als Einstiegschance sieht und auf steigende Kurse der Adidas-Aktie setzen möchte, könnte es mit dem Derivate-Produkt mit der WKN DZ8BFK versuchen.

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