Ölpreis: Explosion auf 250 USD?

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Bildquelle: Pressefoto Shell

Das erste Mal seit dem Jahr 2008 droht ein starker Ausbruch der Ölpreise. Aktien von Frankfurt bis New York sehen aber nichts als einen wolkenlosen blauen Himmel. Ein gefährliches Gemisch.

Es wird spannend sein zu sehen wie die Zentralbanken die aufkommende inflationäre Gefahr eines steigenden Ölpreises verarbeiten werden. Das erste Mal seit der Finanzkrise gehen sie einen unterschiedlichen Weg. Nun drohen Rebellen die irakische Ölproduktion lahmzulegen.

Es geht nicht um das bisher geschehene im Irak. Die sunnitischen Rebellen im Norden haben die shiitische Regierung im Süden des Landes im Visier. Die Ölbohrtürme im Norden sind schon seit März außer Betrieb, auch wenn die Nachrichten über die Eroberungen der sunniti-schen Rebellen erst jetzt Schlagzeilen machen. Bedeutet: Seit März wird dort ohnehin kein Öl gefördert. 250.000 Barrels/Tag gelangen so nicht an den Weltmarkt.

Die weitaus größere Gefahr ist der Süden Iraks. Dort werden zwischen 2,5-2,6 Millionen Barrels täglich gefördert. Fällt das aus, könnte das Saudi Arabien nicht abfangen. Die haben nur 1,75 Millionen Barrels/Tag zusätzlich im Petto. Die Folge eines Totalausfalls des Iraks wäre also eine Preisexplosion beim Öl.
Eine schräge Trendlinie im Brent-Crude-Oil-Chart (gepunktet) wurde bereits überschritten. Für mich wäre ein Wochenschluss über der horizontalen Trendlinie bei 117,93 USD das Ereignis, wo bei mir alle Warnlampen auf Rot schalten würden. Dann wären ähnliche Anstiege wie im Jahr 2008 nicht auszuschließen, nur dass wir dieses Mal von einem viel höheren Niveau aus starten würden. 250 USD/Barrel wären dabei kurzzeitig im Worst-Case-Szenario nicht ausgeschlossen. Folgen Sie mir auf Guidants, um weitere Details zu erhalten.

 

Quelle: Guidants.com
Quelle: Guidants.com

Autor: Jochen Stanzl, Rohstoffexperte bei GodmodeTrader.de

Bildquelle: Pressefoto Shell


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