GfK: Stabiler Ankeraktionär und kontinuierliche Dividendenpolitik

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Bildquelle: Pressefoto GfK

Diblo Nachgefragt

In unserer Interview-Reihe wollen wir Unternehmen aus der D-A-CH-Region die Möglichkeit geben, sich kurz und knapp zu präsentieren. Die Idee hinter „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf deutsche Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig einen kleinen Teil zur Verbesserung der Aktienkultur in Deutschland beitragen zu können.

Bernhard Wolf, Head of Investor Relations der GfK SE
Bernhard Wolf, Head of Investor Relations der GfK SE
Heute richtet sich der Blick auf die im SDAX notierte Marktforschungsgesellschaft GfK (WKN 587530). Als Gesprächspartner stand uns Bernhard Wolf, Head of Investor Relations der GfK SE, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Erklären Sie kurz, was ihr Unternehmen macht?

Bernhard Wolf: GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen mit mehr als 80 Jahren Erfahrung. Unsere 13.000 Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Weltweit sind wir das viertgrößte Marktforschungsunternehmen.

Die Börsenblogger: Nennen Sie die drei wichtigsten Elemente ihrer Equity-Story

Bernhard Wolf: Unser Geschäft ist über zwei Sektoren miteinander verknüpft: Consumer Choices und Consumer Experiences. „One GfK“ ist der Treiber, unter dem wir unsere Daten und Dienstleistungen kombinieren und weltweit anbieten. Wir liefern durch diese beiden Sektoren eine einzigartige Kombination aus Verbraucher-, Handels- und Mediadaten. Diese Daten verknüpfen wir mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftliche Verfahren.

Die Börsenblogger: Welches sind die drei bedeutendsten Punkte für ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Bernhard Wolf: Wir investieren verstärkt in unsere Plattformen und Technologie, um Chancen in digitalen Analysebereichen zu erschließen. Dazu zählt unter anderem die Erweiterung unseres sehr profitablen Retail tracking business (Messung von Abverkaufszahlen im Handel), oder der weltweite Ausbau unseres Geschäftsbereichs Audience Measurement, in welchem wir Einschaltquotenmessung betreiben. In unserem Sektor Consumer Experiences führen wir globale, skalierbarer Produkte ein, reduzieren lokales, wenig profitables Geschäft und fokussieren uns auf digitale Produkte und Plattformen.

Die Zentrale der GfK in Nürnberg
Die Zentrale der GfK in Nürnberg

Die Börsenblogger: Welche sind die wichtigsten Entwicklungen in Ihrer Branche?

Bernhard Wolf: „Klassische“ Bereiche der Markforschung wie umfragebasierte Auftragsforschung stagnieren, während Panel-basierte sowie digitale Bereiche dynamisch wachsen. Durch die zunehmende Digitalisierung, z. B. Mobile, Social Media, etc. entstehen riesige Datenmengen („Big Data“), die ausgewertet und analysiert werden müssen um den Konsumenten in seiner ganzen Vielfalt zu verstehen.

Die Börsenblogger: Was bietet ihr Unternehmen besonderes für Kleinanleger?

Bernhard Wolf: GfK ist ein Wachstumstitel der digitale Wachstumschancen global verfolgt. Die Gesellschaft setzt auf eine Dividendenpolitik der Kontinuität und bewegt sich mit ihrer Ausschüttungsquote zwischen 25 und 35 Prozent. Für das Jahr 2013 wurden 0,65 Euro pro Aktie, das entspricht 32,0 Prozent, an die Aktionäre ausgeschüttet. Mit dem GfK Verein hat sie einen stabilen Ankeraktionär der auf nachhaltiges Wachstum und Profitabilität setzt.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Wir werden die Reihe in den nächsten Wochen unregelmäßig fortsetzen.

Bildquellen: GfK


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