Von Gold, Immobilien und dem Klumpenrisiko

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Bildquelle: Pressefoto © Erste Group

Moin!

Was haben Immobilien und Gold-Investments gemeinsam? Ganz klar – beides sind gute Sachwerte-Investments. Aber:

Bei Gold wird wohl hoffentlich kein Anleger auf die Idee kommen, so viel zu investieren, dass es zu einem klassischen Klumpenrisiko kommt und er vor allem am Limit seiner persönlichen Finanzen ist. Damit meine ich:

Mit Immobilien gehen viele Privatanleger dieses ein, da sie meistens den Großteil ihres Vermögens in einem Objekt bündeln. Das ist Wahnsinn! Gerade vor dem Hintergrund der gefährlichen Finanzierungslücke, die in den kommenden Jahren auf viele zukommen wird. Einfach zu diesem Thema einmal den Beitrag vom Kollegen Schmidt lesen.

Dieses Klumpenrisiko ist deshalb so gefährlich, weil kein Anleger – anders als bei Aktien oder einem Gold-Engagement – den Kauf so schnell einmal rückgängig machen kann, wie er es vielleicht möchte. Ne Immobile morgens in die Zeitung zu setzen und während des Tages dann mal geschwind verkaufen – nee, das geht vielleicht auf Sylt oder in New York, aber nicht in Münster, Tübingen oder in Erfurt…

Ich persönlich würde weiterhin in Miete wohnen – und abwarten. Abwarten wie es in den kommenden 10 bis 15 Jahren am Immobilienmarkt abgeht. Wer sich aufregt, dass wir bei Gold angeblich eine Blase sehen, weil der Preis des Edelmetalls manipuliert wurde, der sollte mal über die aktuellen Immobilienpreise und deren Finanzierung nachdenken. Wer heute bei einer Haus-Finanzierung mit 2,5 Prozent schon an sein Limit geht, der wird in 15 Jahren massive Probleme haben. Da werden dann mal aus 1.500 Euro Belastung im Monat 3.000 Euro und mehr. Das wiederum wird den Immobilienmarkt in Deutschland in nicht einmal zwei Jahrzehnten mit gewaltigen Privatinsolvenzen belasten. So leid es mir tut – dann wird es richtig geile Immobilien am Markt wegen Zwangsversteigerung etc. zum Schnäppchenpreis geben. Aber davon redet eine Interhyp heute ja noch nicht – wo bei die Jungs dieses Thema anders in ihre Pressemitteilungen verpacken und warnen – so fair müssen wir sein…

Kurz um – bleiben Sie Gold treu, wenn die 200-Tage-Linie nachhaltig zurückerobert wird, dann werden die Preise wieder steigen. Denken Sie langfristig!

take care;
Euer Goldfinger

Bildquelle: Pressefoto © Erste Group


1 KOMMENTAR

  1. „Ich persönlich würde weiterhin in Miete wohnen – und abwarten“
    – ja genau das sind die die immer abwarten, die immer einen Haken sehen, bis das Leben irgendwann vorbei ist, wenns wirklich mal massenweise insolvenzen gibt ist die meinung zu immobilien dann dementsprechend auch schlechter
    hab heute was bei ebay verkauft, der erste interessant hat 10 mal hin und her überlegt, wollte noch garantieen und produktprüfungen, produktpreis ca 20% vom Neupreis, der zweite interessent hat sich danach gemeldet, ist nach 5 Minuten vorbeigekommen und hat das Teil mitgenommen und sich nen ast gefreut

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