Gerry Weber: Strategie geht auf

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Bildquelle: Pressefoto Gerry Weber International AG

Im ersten Geschäftsquartal 2013/14 (Ende April) hatte Gerry Weber (WKN 330410) noch mit einem ungewöhnlich milden Winter zu kämpfen, so dass Rabattaktionen vorgezogen werden mussten und die Marge daher lediglich auf dem Vorjahresniveau lag. Im zweiten Quartal konnten jedoch die Markterwartungen auf der Ergebnisseite erfüllt werden. Dabei profitierte das MDAX-Unternehmen erneut von den in Eigenregie betriebenen Geschäften, während das Umsatzwachstum dieses Mal enttäuschte. Allerdings konnten die Jahresziele bestätigt werden. Ob dies jedoch für eine Fortsetzung der Rekordjagd der Aktie des Modekonzerns reicht, bleibt abzuwarten.

Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,6 Prozent auf 222,4 Mio. Euro. Auf Halbjahressicht lag der Zuwachs damit nur noch bei 2,2 Prozent auf 412,8 Mio. Euro, nachdem im Auftaktquartal ein Plus von rund 3 Prozent verzeichnet wurde. Dagegen konnte die EBIT-Marge dank eines strikten Kostenmanagements und weniger Rabattaktionen im zweiten Quartal von 11,7 auf 14,2 Prozent gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 22,2 Prozent auf 31,3 Mio. Euro. Nach sechs Monaten wurde bei der Marge ein Plus von 1,3 Prozentpunkten auf 12,0 Prozent erzielt, während das EBIT um 14,1 Prozent auf 49,5 Mio. Euro kletterte. Auch beim Nettogewinn konnten deutliche Verbesserungen verzeichnet werden.

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Dabei blieb Gerry Weber vor allem dank seiner Strategie, immer mehr in Eigenregie betriebene Geschäfte zu eröffnen, auf Erfolgskurs. Zudem sollten sich die Wetterbedingungen normalisieren, nachdem diese dem Unternehmen zum Jahreswechsel zu schaffen gemacht hatten. Daher wurde auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt, wonach die Erlöse bei 900 Mio. Euro (Vorjahr: 852,0 Mio. Euro) und das EBIT mindestens bei 120 Mio. Euro (Vorjahr: 105,8 Mio. Euro) liegen soll. Allerdings ist es nicht sicher, dass dies für eine Fortsetzung der steilen Kursrallye der letzten Monate bei der Aktie von Gerry Weber reicht. Ein 2014er-KGV von 21 ist dabei auch keine große Hilfe. Wer aber auf steigende Kurse der Gerry-Weber-Aktie setzen möchte, könnte es mit dem Produkt mit der WKN HY2K67 versuchen.

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Bildquelle: Pressefoto Gerry Weber International AG


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